In der umgebauten Scheune an der Füchtelner Mühle ist das Naturparkhaus: eine neue Anlaufstelle für Touristinnen und Touristen in Olfen.
In der umgebauten Scheune an der Füchtelner Mühle ist das Naturparkhaus: eine neue Anlaufstelle für Touristinnen und Touristen in Olfen. © Günther Goldstein

Olfen statt Panama: Tourismus muss schleunigst umdenken

Immer weiter, immer exotischer: Nach der Corona-Zwangspause hat der Tourismus wieder richtig aufgedreht. Mit Nachhaltigkeit hat das wenig zu tun. Dabei geht es auch anders. Olfen zeigt es.

Janosch hat 1978 ein Kinderbuch geschrieben, das in diesen Tagen populärer denn je sein sollte: „Oh wie schön ist Panama.“ Die zwei Freunde Tiger und Bär hat das Fernweh gepackt. Sie wollen nach Panama reisen: einem Ort, wo alles besser, größer und schöner als zu Hause sein soll. Als sie am vermeintlichen Ziel ankommen, sind sie überglücklich und merken gar nicht, dass sie nur im Kreis gelaufen sind und in Wahrheit wieder zu Hause sind, ohne Ressourcen vergeudet, CO2 produziert und fossile Energien verbraten zu haben. Von den sozialen und kulturellen Verwerfungen ganz zu schweigen, die es mit sich bringt, wenn Besserverdienende es sich da gut gehen lassen, wo Einheimische auch gerne wären, aber es sich nicht leisten können.

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Redaktionsleiterin
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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