Digitalisierung

Kreis Coesfeld erhält NRW-Preis für Digitalisierungsstrategie

Die elf Kommunen des Kreises Coesfeld und der Kreis selber haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, die Digitalisierung auch in der Fläche voranzutreiben. Innovativ, sagt das Land.
Nach der Preisverleihung (v.l.): Staatssekretär Dr. Jan Heinisch und Thomas Hunsteger-Petermann vom Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung mit Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Bürgermeister Wilhelm Sendermann und Laudator Dr. Marco Kuhn.
Nach der Preisverleihung (v.l.): Staatssekretär Dr. Jan Heinisch und Thomas Hunsteger-Petermann vom Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung mit Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Bürgermeister Wilhelm Sendermann und Laudator Dr. Marco Kuhn. © Kreis Coesfeld

Nachahmenswert und ideenreich: Mit diesen Worten hat das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung am Montag (28. März) die Digitalisierungsstrategie des Kreises Coesfeld sowie der elf Städte und Gemeinden mit dem „Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit“ ausgezeichnet. Der Sieg in der Kategorie „Informationsaustausch & Vernetzung“ zeige, „dass nicht nur die frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern der eingeschlagene Weg, die Themen gemeinsam mit Kreis und kreisangehörigen Kommunen zu erarbeiten und umzusetzen, beispielhaft ist“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Coesfeld am Montagabend.

„Mit der Auszeichnung macht uns das Land deutlich, dass sich Kreis und Kommunen in ihrer stetigen und engmaschigen Zusammenarbeit auf dem richtigen Weg befinden. Wir freuen uns sehr über diese Wertschätzung, die uns damit entgegengebracht wird“, erklärte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Er nahm den Preis von Staatssekretär Dr. Jan Heinisch in Düsseldorf gemeinsam mit Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann, dem Sprecher der Bürgermeisterkonferenz des Kreises Coesfeld, entgegen.

Gegen 74 Projekte durchgesetzt

Mit der Zusammenarbeit für die Digitalisierungsstrategie „Coesfeld 12.0 – Im Kreis gemeinsam digital“ haben sich der Kreis und die Kommunen gegen insgesamt 74 weitere eingereichte Projekte durchgesetzt. Gemeinsam, ganzheitlich und systematisch gehen sie mit Hilfe der Strategie die Herausforderung und Möglichkeiten der Digitalisierung im öffentlichen Raum an. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. „Wir sind sehr stolz darauf, dass sich unser gemeinschaftliches Projekt gegen die Mitbewerber durchsetzen konnte“, sagte Wilhelm Sendermann. Wofür die 10.000 Euro Preisgeld konkret aufgewendet würden, sei aktuell noch in der Überlegung. „Sicher werden wir das Geld aber nutzen, um die Digitalisierung im Kreis Coesfeld weiter voranzutreiben, zum Beispiel über einen kreisweiten Projektwettbewerb“, so Sendermann.

Die Digitalisierungsstrategie im Kreis Coesfeld hat im Grunde genommen zum Ziel, Chancen, die sich unter anderem aus der Vernetzung untereinander ergeben, nicht zu vertun, sondern sie aktiv anzupacken. Dabei gehen die Akteure weit über das bloße Bereitstellen von Breitbandtechnologie für schnelleres Internet hinaus. Elektronische Akten – wie zum Beispiel jetzt auch in der Nordkirchener Gemeindeverwaltung – gehören dazu. Aber nicht nur, wollen doch die Beteiligten Digitalisierung in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen

ganzheitlich denken.

Nicht ins Hintertreffen geraten

Die gemeinsame Digitalisierungsstrategie dient auch dazu, gegenüber großen kreisfreien Städte mit deren Digitalisierungsstrategien (Smart City Allianz Dortmund, Smart City Münster, Smart City Oldenburg, Vernetzte Stadt Gelsenkirchen) nicht ins Hintertreffen zu geraten. Ansonsten, so die Befürchtung, drohe der eher ländlich geprägte Raum im Kreis Coesfeld bisherige Standortvorteile zu verlieren. Themenfelder, die es zu beackern gilt, sind Gesundheit, Mobilität, Ver-/Entsorgung, Tourismus, Handel, Sicherheit, Wohnen und Bildung.

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