Betrug

Ferkel-Kot und gefälschte Fahrzeiten: Polizei stoppt Olfener LKW-Fahrer

Dieser Lkw war nicht ganz sauber. Polizisten stoppten das mit 90 Ferkeln beladene Fahrzeug am Mittwoch (15.09.) auf der K16 in der Lüdinghauser Bauerschaft Ondrup. Am Steuer saß ein Olfener.
Der LKW hatte Ferkel geladen. Dabei hielt der Fahrer - neben vielen anderen Verstößen - während der Fahrt die Fäkalienklappe geöffnet. © Polizei Coesfeld

Wegen eingeschalteter Nebelscheinwerfer stoppte die Polizei einen LKW, der sich am Mittwoch (15.9.) auf dem Weg von Dülmen nach Dortmund befand. Die Scheinwerfer sollten sich jedoch als das geringere Problem herausstellen.

Die Polizisten des Verkehrsdienstes Dülmen stellten darüber hinaus fest, dass der 68-jährige Fahrer aus Olfen eine fremde Fahrerkarte in das Kontrollgerät gesteckt hatte. Seine eigene führte er in seiner Kleidung mit. Durch diese Vorgehensweise besteht die Möglichkeit, doppelt solange zu fahren, wie es erlaubt ist.

Der Trick: Die Karten werden später im Fahrtenschreiber getauscht. So beginnt die Fahrtzeit wieder bei „Null“.

Kot auf der Straße

Diese Vorgehensweise stellt eine Straftat wegen Fälschung beweiserheblicher Daten da. Bei der Auswertung der digitalen Daten kamen noch weitere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten vom letzten Monat ans Tageslicht. Bei der Sichtung der Ladung stellten die Polizisten zudem fest, dass am LKW die Fäkalienklappen geöffnet waren. Das ist nicht zulässig, da während der Fahrt ungehindert Kot und Urin der Tiere auf die Straße gelangen kann. So kann es beispielsweise zur Verbreitung von möglichen Tierseuchen kommen und die Fahrbahn verschmutzt werden. Neben den genannten Delikten kommt in diesem Fall eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Viehverkehrsverordnung dazu.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt