DRK-Testzentrum in Olfen wird schließen: Reaktion auf sinkende Nachfrage

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Das Olfener Testzentrum an der Otto-Hahn-Straße wird ab dem 22. August erst mal auf ruhend gestellt. © Höfken (Archiv)
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Das DRK-Testzentrum in Olfen wird bald auf „ruhend“ gestellt. Das hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag (12. August) in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Die Nachfrage nach Bürgertestungen sei rückläufig – deshalb wird der Betrieb in der Teststelle fürs Erste eingestellt. „Die Frequenz rechtfertigt hier keinen Dauerbetrieb. Bei Bedarf kann in die jeweiligen Nachbarkommunen ausgewichen werden“, erklärt das DRK. Der letzte Öffnungstag in dem Olfener Testzentrum an der Otto-Hahn-Straße wird der 22. August sein.

„Rund 85 Prozent der Besucherinnen und Besucher der Teststellen unterliegen den Ausnahmeregelungen der neuen Testverordnung und zählen somit zu den vulnerablen Personengruppen oder zu denen, die diese kontaktieren wollen. Anlasslose Testungen für asymptomatische Personen finden somit nur noch im geringen Umfang statt“, teilt das DRK mit.

Schutz besonders vulnerabler Personengruppen im Vordergrund

„Die Spitze der Sommerwelle scheint gebrochen, obwohl wir immer noch einen hohen Prozentsatz von positiven Testergebnissen feststellen“, so DRK-Vorstand Christoph Schlütermann. „Doch aufgrund der niedrigen Anzahl der Bürgertestungen, sinken logischerweise auch die Inzidenzen. Das war politisch so gewollt“, erklärt Schlütermann.

Entscheidend sei aktuell die Belastung des Gesundheitswesens durch die Pandemie. Doch hier kann bundesweit und auch bei uns im Kreis Coesfeld Entwarnung gegeben werden. „Hatte das anlasslose Massentesten anfangs das Ziel, die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, so steht nun nur noch der Schutz besonders vulnerabler Personengruppen im Vordergrund. Das DRK wird der geänderten Nachfrage entsprechend sein Angebot anpassen“, heißt es.

Neben Olfen wird auch die Teststelle in Rosendahl-Osterwick ruhend gestellt. Bei den anderen Testzenten im Kreis Unna werden die Öffnungszeiten teilweise angepasst und das Personal im Umfang reduziert.

„Das DRK wird weiterhin die Lage aufmerksam beobachten und sein Angebot lagegerecht anpassen. Insbesondere soll möglichst ortsnah ein Angebot für Testungen vorgehalten werden, da viele Besucherinnen und Besucher von Angehörigen in Krankenhäusern und Einrichtungen auf diese Testungen nicht verzichten wollen oder können“, so das DRK.

Im Oktober rechnet es mit einer Änderung der Situation. „Spannend wird die Frage sein, welche Einschränkungen für Personen gelten werden, deren Impfschutz länger als drei Monate zurückliegt, und ob dann wieder Testungen als verpflichtende Alternative neben Maskenpflicht notwendig werden“, so das DRK.