Sogenannte Impfdurchbrüche

Zwei Geimpfte aus Oer-Erkenschwick wieder an Corona erkrankt

Knapp die Hälfte der Bürger von Oer-Erkenschwick verfügen mittlerweile über einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus. Doch sind sie vor einer Neuinfektion wirklich sicher? Nein!
Ein Patient erhält eine Corona-Schutzimpfung. © picture-alliance/ dpa

Das belegen die jüngsten Zahlen der Recklinghäuser Kreisverwaltung. Demnach sind unter den Geimpften aus Oer-Erkenschwick seit Beginn der Impfkampagne im Januar zwei sogenannte Impfdurchbrüche registriert worden. Darunter versteht man Fälle, bei denen sich Menschen trotz einer vollständigen Impfung mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Impfdurchbrüche machen kreisweit 0,05 Prozent aus

„Kreisweit machen diese Impfdurchbrüche aktuell 0,05 Prozent der Neuinfektionen aus. Diese Zahl ist also sehr gering und belegt, dass es sehr sinnvoll ist, sich gegen Corona impfen zu lassen“, erläutert Kreis-Sprecherin Lena Heimers. Doch wie viele Bürger aus Oer-Erkenschwick haben sich bislang impfen lassen? Dr. Hermann Geldmann, medizinischer Leiter des auch für Oer-Erkenschwick zuständigen Impfzentrums in Recklinghausen hat genaue Zahlen.

Etwa 42 Prozent der Oer-Erkenschwicker sind geimpft

Stand 14. Juli stellt sich die Impfsituation für Oer-Erkenschwick wie folgt dar: Erstimpfungen unter 18 Jahre: 66 Bürger aus Oer-Erkenschwick; 18 bis 59 Jahre: 3.269; über 60: 3.805. Vollständige Impfungen: unter 18 Jahre: zwölf; 18 bis 59: 2.934; über 60: 3.618. Heißt: Im Impfzentrum Recklinghausen sind insgesamt 7.140 Bürger aus Oer-Erkenschwick erst- und 6.564 vollständig geimpft. Oer-Erkenschwick hat etwa 31.000 Einwohner, darunter sind freilich auch Kinder und Jugendliche. Hinzu kommen Impfungen bei niedergelassenen Ärzten, in Betrieben, Krankenhäusern und Altenheimen. „Im Schnitt machen die Zahlen in den Impfzentren etwa 50 Prozent der Gesamtzahlen aus“, weiß Geldmann. Man müsste sie demzufolge etwa verdoppeln, um eine grobe Schätzung zu bekommen, wie viele Oer-Erkenschwicker geimpft sind. Das bedeutet nach dieser Rechnung: Etwa 42 Prozent der Bürger der Stimbergstadt verfügen Stand Mitte Juli über einen vollständigen Impfschutz.

Impfkampagne in Oer-Erkenschwick begann im Marienstift

Geimpft wurde in Oer-Erkenschwick ab Januar dieses Jahres. Den Auftakt machte das Seniorenzentrum Marienstift in Oer. Nach und nach wurden Bewohner und Mitarbeiter unter anderem aller anderen Senioreneinrichtungen in der Stadt immunisiert. Das heißt, die Zahl der Bürger, deren Impfung schon rund ein halbes Jahr her ist, wächst von Woche zu Woche. Und vor dem Hintergrund wieder steigender Infektionszahlen wird vermehrt die Frage nach einer dritten, nach einer Auffrischungsimpfung gestellt. Zumal die Erst-Impfbereitschaft nachlässt und im Moment offenbar mehr Impfstoff da ist, als Impfwillige.

Noch liegt keine Empfehlung der Impfkommission vor

„Über eine mögliche Auffrischungsimpfung muss gegebenenfalls das Land entscheiden. Wir wissen zwar, dass darüber gesprochen wird, eine Entscheidung gibt es aber noch nicht. Wohl auch deshalb nicht, weil noch keine Empfehlung der ständigen Impfkommission vorliegt“, klärt Lena Heimers auf. Eine andere Entscheidung ist dagegen gefallen. Das Impfzentrum in Recklinghausen soll Ende September geschlossen werden – nach jetzigem Stand der Dinge. Das Impfgeschehen soll dann vorwiegend in die Arztpraxen „verlegt“ werden.

Impfen ist derzeit ohne vorherigen Termin möglich

Im Impfzentrum können sich auch Oer-Erkenschwicker ohne einen vorher online gebuchten Termin impfen lassen. Der Impfstoff Astrazeneca wird übrigens nicht mehr verimpft. Es sei denn, jemand besteht bei seiner Zweitimpfung auf dieses Vakzin. Verabreicht werden ansonsten die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Das ist jetzt übrigens auch für Kinder ab zwölf Jahren möglich, ebenfalls ohne Termin. In Marl hat am Donnerstag eine von Stadt und Kreis initiierte Impfaktion stattgefunden, bei der die Bürger am Vormittag sogar Schlange standen. Die Stadt Oer-Erkenschwick hat ein entsprechendes Angebot bislang nicht angenommen.

Hier kann man sich testen lassen:

  • Vor dem Hintergrund wieder steigender Infektionszahlen gewinnen Schnelltests auf das Coronavirus wieder an Bedeutung.
  • Die DRK-Schnellteststelle im DRK-Stadthaus an der Agnesstraße 5 arbeitet montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und 17 bis 19 Uhr, samstags von 9 bis 15 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr.
  • Die Schnellteststelle im Hotel Stimbergpark ist montags bis freitags von 8.30 bis 17.45 Uhr, samstags von 9 bis 17.45 Uhr und sonntags von 9 bis 14.45 Uhr geöffnet.

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