Sommerfest

Sprung in die Moderne – Sanierung des Claudius-Zentrums abgeschlossen

Drei Jahre lief der Umbau des Matthias-Claudius-Zentrums im laufenden Betrieb. Jetzt ist es vollbracht: Im Rahmen eines Sommerfestes wurde der Abschluss der Baumaßnahme gefeiert.
Symbolische Schlüsselübergabe: (v.r.) Einrichtungsleiter Matthias Frieds, die Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Kirchenkreis RE, Dr. Dietmar Kehlbreier und Christa Stüve, sowie Architekt Rainer Steinke, der in seiner Ansprache sagte: „Es war eine große Aufgabe. Wir sind sehr stolz darauf, hier nun zu stehen.“ © Regine Klein

„Danke für Ihr Verständnis, es hat unglaublich viel Lärm und Staub gemacht“, bedankte sich Dr. Dietmar Kehlbreier, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Kirchenkreis RE, bei den Mitarbeitern und Bewohnern des Matthias-Claudius-Zentrums. Im Rahmen eines Sommerfestes mit wenigen geladenen Gästen und den Bewohnern wurde der Abschluss der Renovierung und Sanierung gefeiert. „Ich freue mich, dass die Bewohnerinnen und Bewohner nun wieder hier zusammenkommen können“, spielte Christa Stüve, Geschäftsführerin Geschäftsführerin, auf die zurückliegenden Corona-Monate an.

Reichlich Staub wurde in den vergangenen drei Jahren im Matthias-Claudius-Zentrum aufgewirbelt. Im Mai 2018 startete das Diakonische Werk die umfassenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen – vom Bau der 80er-Jahre hin zu einem einladenden, modernen Mittelpunkt im Zentrum von Oer-Erkenschwick. Sieben Millionen Euro hat das Bauvorhaben, das das Haus für die Zukunft stärken soll, gekostet. 3000 Quadratmeter Fläche wurden renoviert, 40 Handwerksbetriebe aus dem Vest waren auf der Baustelle am Werk. 3500 Liter Farbe wurden „verstrichen“ und 50 Kilometer Stromkabel verlegt.

Operation am offenen Herzen

Der Umbau im laufenden Betrieb war eine logistische Herausforderung. „Es war eine Operation am offenen Herzen. Angehörige, Bewohner und Mitarbeiter haben alles ganz wunderbar mitgetragen“, sagt Einrichtungsleiter Matthias Frieds. Die Arbeiten fanden zeitgleich in verschiedenen Abteilungen statt, Leitungen wurden verlegt, Kabel gezogen. Die vier Wohnbereiche bekamen neue Küchen, bevor der Umbau der Hauptküche starten konnte. 40 Bäder wurden barrierefrei umgebaut und auf sieben Quadratmeter vergrößert. Weitere Badezimmer wurden geschaffen. 80 Prozent der 143 Plätze sind Einzelzimmer im Claudius-Zentrum.

Neue Farbkonzepte, neue Möbel und weitere Maßnahmen werten die Wohnbereiche auf. Das Erdgeschoss ist nach dem Umbau kaum wiederzuerkennen. Geschwungene Formen, helle Farben, offene Gestaltung: Das Zentrum hat den Sprung von den 80er-Jahren in die Zukunft geschafft.

Die Kapelle wurde umgebaut, ebenso zwei Veranstaltungsräume. Der alte Speisesaal wurde offener gestaltet und lädt als Café „Claudius“ zu kulinarischen Genüssen ein. Wo sich früher das Café befand, ist eine Veranstaltungsfläche entstanden. Zum alten Kirmesplatz, der sich zum neuen Wohnquartier mausert, ist ein zweiter Haupteingang geschaffen worden.

Mitten im Zentrum von Oer-Erkenschwick gelegen, soll das Matthias-Claudius-Zentrum nicht nur ein Wohlfühlort für seine Bewohner sein, sondern auch Treffpunkt für die Menschen aus dem Quartier und dem Stadtgebiet. Der stellvertretende Bürgermeister Hannes Kemper fasste in seinen Grußworten zusammen: „Wir sind stolz darauf, was hier entstanden ist.“

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