Im Alter von 94 Jahren

SPD-Ehrenfraktionsvorsitzender Ernst Saland ist gestorben

Der Ehrenvorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat von Oer-Erkenschwick, Ernst Saland, ist tot. Er verstarb am Sonntagabend im Alter von 94 Jahren.
In den vergangenen Jahren setzte sich Ernst Saland mit großem Engagement für die Biologische Station an der alten Zechenbahn in Oer ein. Das Foto zeigt den Verstorbenen auf der von ihm initiierten Streuobstwiese. © Michael Dittrich

Der Ehrenvorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat von Oer-Erkenschwick, Ernst Saland, ist tot. Er verstarb am Sonntagabend im Alter von 94 Jahren. Erst vor wenigen Wochen hatte sich Ernst Saland zusammen mit seiner ebenfalls 94-jährigen Gattin Gerta in das Goldene Buch der Stadt Oer-Erkenschwick eingetragen. Bürgermeister Carsten Wewers und Pfarrer Reinhard Vehring hatten das Ehepaar Saland anlässlich des 73. Hochzeitstages besucht.

Ernst Saland wurde in Suderwich geboren und absolvierte nach der Schule in Bückeburg erfolgreich eine Schreinerlehre. Nach der Verpflichtung zum Reichsarbeitsdienst, Kriegseinsatz als Soldat an der Ostfront und Gefangenschaft in Frankreich legte er 1951 auf der Zeche Ewald-Fortsetzung an. 1965 wurde Saland in den Betriebsrat gewählt und fungierte ab 1968 bis zu seinem Ausscheiden 1983 als Vorsitzender.

Seit 1958 Mitglied der SPD in Oer-Erkenschwick

1958 trat Saland der SPD bei. 1963 wurde er Stadtratsmitglied und später Fraktionsvorsitzender der SPD (bis 1994). Von 1975 bis 1994 war er Mitglied des Kreistages und fungierte dort als Vorsitzender des Sozialausschusses. Saland ist Träger des goldenen Ehrenrings der Stadt und Träger der Bundesverdienstkreuze zweiter und erster Klasse. Außerdem ist er Ehrenvorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat. Ernst Saland gehörte zudem viele Jahrzehnte der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) an. „Ich bin meiner Frau heute noch sehr dankbar dafür, dass sie mir die Freiheit für mein gewerkschaftliches und politisches Engagement gelassen hat“, sagte Ernst Saland anlässlich der Eintragung in das goldene Buch der Stadt Oer-Erkenschwick.

Engagement für die Biologische Station in Oer-Erkenschwick

Nach seinem Ausscheiden aus der Politik engagierte sich Ernst Saland mit großem Engagement für die Biologische Station an der alten Zechenbahn in Oer, zu deren Gründern er zählt. Zusammen mit seinen Mitstreitern baute er die Station zu einem Anlaufpunkt nicht nur für Schulklassen aus. Tausende Schulkinder, aber auch Erwachsene, besuchten jährlich die Anlage, die über die ehemalige Zechenbahntrasse gut mit dem Fahrrad zu erreichen ist.

Was Ernst Saland Zeit seines Lebens unter anderem auszeichnete, war sein soziales Gewissen und der Einsatz für die Schwachen in der Gesellschaft. Ein Beispiel dafür war das Seniorenfest auf dem Gelände der Biostation, zu dem seit vielen Jahren Rollstuhlfahrer aus den Altenheimen nach Oer kamen.

Um den Verstorbenen trauern seine Ehefrau Gerta, zwei erwachsene Kinder, drei Enkel und drei Urenkel, Freunde, politische Weggefährten unter anderem der Oer-Erkenschwicker SPD, die IGBCE, das Team der Biostation sowie zahlreiche weitere Vereine und Verbände.

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