Eine Frau und ein Mann stehen in einem Bunker
Im Eingangsbereich des Atombunkers unter dem Willy-Brandt-Gymnasium in Oer-Erkenschwick: Stadtarchivarin Bettina Lehnert im Gespräch mit Reporter Jörg Müller. © Katja Wehrland
Operationssäle unter dem Schulzentrum - mit Video

Relikt aus dem Kalten Krieg: Wir öffnen die Tür zum Atombunker in Oer-Erkenschwick

Viele Menschen machen sich wegen der Kriegs-Entwicklung in der Ukraine große Sorgen. Aber kaum jemand weiß, dass es unter dem Willy-Brandt-Gymnasium in Oer-Erkenschwick mal ein atomsicheres Krankenhaus gegeben hat.

„Hereinspaziert. Willkommen im Archiv der Stadt Oer-Erkenschwick“, sagt Bettina Lehnert, als sie die tonnenschwere Stahltür am Ende der einige Meter in die Tiefe führenden Zufahrt zum Bunker unter dem Willy-Brandt-Gymnasium öffnet. „Diese von meterdicken Stahlbeton-Wänden und -Decken umgebenen Räume sind ein Schutzraum, in dem seit Anfang der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein Hilfskrankenhaus für 350 Patienten und 114 Ärzte und Pflegekräfte eingebaut war“, berichtet die Leiterin des Archivs der Stadt Oer-Erkenschwick. Bauherr war damals das Bundesamt für den Zivilschutz. Sechs Mio. D-Mark hatte der Bunker gekostet.

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