Ehrenamt – so wichtig wie nie

Gas geben für einen guten Zweck: Oer-Erkenschwicks „Laden“ sucht Fahrer

„Der Laden“, das Gemeinschaftsprojekt der Kirchen in Oer-Erkenschwick, läuft. Noch. Lebensmittel für Bedürftige gibt es genug. Aber es fehlen Menschen, die sie von A nach B transportieren.
Menschen vor einem Regal mit Lebensmitteln.
Ruth Witza und Walter Schain im „Laden“. Die Lebensmittel müssen aber auch irgendwie dahin kommen, deswegen werden dringend Fahrer und auch Ein- und Auspacker gesucht. © Martin Pyplatz

„Wir brauchen Fahrer“, bringt es Peter Weidensee aus dem Leitungsteam auf den Punkt. Acht stehen derzeit zur Verfügung, aber natürlich kann nicht jeder immer. Urlaub, Krankheit, private Termine. Fahren – mit dem Kleinlieferwagen der evangelischen Kirchengemeinde (normaler Führerschein reicht zum Lenken desselben) – ist aber nicht alles: „Was wir an Spenden bekommen, muss ja auch ein- und ausgeladen werden.“

Der Zeitaufwand ist nicht so groß

Der eigentliche Zeitaufwand ist gar nicht einmal so groß. An jedem zweiten und vierten Dienstag im Monat, also immer vor dem Mittwoch, an dem „Der Laden“ für seine rund 320 Kunden öffnet, muss zwischen 9.30 und 11.30 Uhr eine Fuhre bei Rewe Kramer in Recklinghausen (Oerweg) abgeholt werden.

Frischwaren (Gemüse, Obst, Tiefkühlkost) werden montags bei der Tafel in Recklinghausen (ab 8 Uhr) und dienstags nachmittags in Haltern eingesammelt: „Aber natürlich nur, wenn dort etwas übrig geblieben ist“, erläutert Weidensee.

Nichts, aber auch gar nichts, wandert in den Abfall

Das Prinzip aller „Läden“ und „Tafeln“ im Kreis Recklinghausen lautet: „Wir werfen nichts weg.“ Selbst das, was an der Goethestraße in Oer-Erkenschwick an schnell Verderblichem nicht über die Ladentheke geht, wandert nicht in den Mülleimer. Letzte Stationen einer zu wertschätzenden Lebensmittelkette ist die Fair-Teiler-Hütte an der Otto-Hue-Straße 1, wo sich von 10 bis 18 Uhr bedienen kann, wer Bedarf hat. Und wenn für den Menschen nichts mehr geht: „Über knallhartes Brot und nicht mehr so hübsches Obst freuen sich Pferde noch.“

Kontakt: Ludwig Marks, 02368 / 52960, und Berthold Memmel

02368 / 6682.

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