Nach der Bundestagswahl

CDU-Kandidat Lars Ehm: „Ich habe gelernt, einzustecken“

Der im Wahlkreis 122 dem SPD-Bewerber unterlegene CDU-Bundestagskandidat Lars Ehm steckt trotz seiner Wahlniederlage nicht auf: „Ich habe in Oer-Erkenschwick gelernt, einzustecken.“
Lars Ehm, unterlegener Bundestagskandidat der CDU im Wahlkreis 122, macht sich über eine mögliche erneute Kandidatur in vier Jahren im Moment noch keine Gedanken. © privat

Lars Ehm macht in Oer-Erkenschwick seit fast 25 Jahren Kommunalpolitik für die CDU. Sein bislang größter Erfolg war die Kommunalwahl vor einem Jahr, nach der die Union die größte Fraktion im Stadtrat von Oer-Erkenschwick stellt. „Aber ich bin weiß Gott nicht nur Siege gewohnt und habe in der Zeit gelernt, einzustecken“, kommentiert Ehm seine Niederlage als Direktkandidaten im Bundestagswahlkreis 122 gegen Brian Nickholz von der SPD.

Ehm gesteht ein, dass seine Partei „den Spitzenkandidaten Armin Laschet in der Wählerschaft nicht vermitteln konnte“. „Auch der allgemeine Trend der CDU sprach in dem Wahlkreis, den seit 1961 stets der SPD-Bewerber gewonnen hatte, gegen mich. Aber es gibt auch etwas Positives: Ich habe in meinem Wahlkreis erstmals das beste CDU-Erststimmenergebnis der Wahlbezirke im Kreis Recklinghausen erringen können“, sagt Ehm.

Nach einem freien Tag am Montag sitzt der Leitende Ministerialrat ab Dienstag wieder hinter seinem Schreibtisch im Düsseldorfer Gesundheitsministerium. Und auch seine kommunalpolitische Arbeit in Oer-Erkenschwick als CDU-Stadtverbands- und -Fraktionsvorsitzender setzt Ehm fort. 2022 bewirbt er sich erneut um dem Parteivorsitz am Stimberg. Ob er 2026 erneut für den Bundestag kandidiert, lässt Ehm offen. „Das ist noch zu weit weg und das entscheide ich auch nicht allein.“

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