Von Autofahrerin übersehen

54-jähriger Radfahrer bei Unfall in Oer-Erkenschwick schwer verletzt

Wieder wurde bei einem Unfall in Oer-Erkenschwick ein Radfahrer verletzt - vermutlich, weil er von einer Autofahrerin übersehen wurde.
Nach einem Unfall liegt ein Fahrrad auf dem Boden
Bei einem Unfall in Oer-Erkenschwick wurde ein Radfahrer verletzt (Symbolfoto). © picture alliance/dpa

Bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Sinsener Straße/Flaesheimer Straße in Oer-Erkenschwick ist am Sonntagmittag (17. 7.) ein 54-jähriger Radfahrer aus Oer-Erkenschwick verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilt, wollte eine 57-jährige Autofahrerin aus Recklinghausen gegen 12.10 Uhr von der Flaesheimer Straße nach links auf die Sinsener Straße abbiegen – und übersah dabei offenbar den 54-Jährigen auf dem Radweg, der in Richtung Oer-Erkenschwick unterwegs war. Der Radfahrer musste stark abbremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Dabei stürzte er mit seinem Fahrrad. Der Oer-Erkenschwicker kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Größerer Sachschaden entstand nicht, teilt die Polizei mit.

650 Radler verunglückten im Kreis RE im Jahr 2020

„Etwa zwei Drittel aller Fahrradunfälle sind Kollisionen mit Autos. Hauptschuld trägt in den allermeisten Fällen (75 Prozent) der Autofahrende. Bei knapp 20 Prozent der polizeilich erfassten Unfälle ist kein Unfallgegner im Spiel“, schreibt der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) auf seiner Internetseite. Ist kein Unfallgegner im Spiel, liege die Unfallursache häufig an mangelhafter Infrastruktur – Schlaglöcher, Baumwurzelaufbrüche, Abbruchkanten oder Hindernisse.

Häufigste Unfallkonstellation für Radler seien Kollisionen mit Kraftfahrzeugen beim Einbiegen, Kreuzen oder Abbiegen. Im Jahr 2021 verunglückten 650 Radfahrer im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums RE – davon 19 in Oer-Erkenschwick. Das geht aus dem Verkehrsunfallbericht hervor.

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