NRW-Geburtstag

Re-Live: Angeschlagener Kanzlerkandidat Laschet beim NRW-Sommerkonzert

Armin Laschet eröffnete am Samstag das NRW-Sommerkonzert in Nordkirchen. Nach dem Wahlkampfauftakt in Berlin stand der unter Druck geratene Kanzlerkandidat auf großer Bühne. Wir waren live dabei.
Kanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat das NRW-Sommerkonzert am Samstagabend vor rund 1000 Gästen eröffnet. © Matthias Stachelhaus

Mit rund 1000 Gästen feierte das Land am Samstag (21.8.) den 75. Geburtstag des Landes NRW – mit dem Sommerkonzert der Landesregierung im Schlosspark Nordkirchen (Kreis Coesfeld). Wir waren ab 19.15 Uhr vor Ort und live auf Sendung. Ab 19.30 Uhr hat Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) die Gäste mit etwas Verspätung begrüßt.

Kanzlerkandidat unter Druck

Laschet steht unter Druck. Schlechte Umfragewerte und zuletzt auch Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei schlagen dem Kanzlerkandidaten entgegen. Am Samstag gab es dann Rückenwind von der Kanzlerin beim Wahlkampfauftakt in Berlin. Sie kenne Laschet seit seiner Zeit im Bundestag von 1994 bis 1998, sagte Angela Merkel. „Ich habe Armin Laschet in all den Jahren als einen Menschen und Politiker erlebt, für den das „C“ im Namen unserer Partei nicht irgendein Buchstabe ist, sondern in allem, was er getan hat, der Kompass.“ Laschet sei es immer wichtig gewesen, den Menschen mit seiner unantastbaren Würde in den Mittelpunkt zu stellen und zwischen den Menschen Brücken zu bauen. Dies gelte für den Kanzlerkandidaten und, davon sei sie zutiefst überzeugt, auch für Laschet als Bundeskanzler, ergänzte Merkel unter dem Applaus der Anhänger.

Kritik an teurer Großveranstaltung

Kritik gab es im Vorfeld an der teuren Großveranstaltung vor fürstlicher Kulisse in Nordkirchen. Vor allem in sozialen Medien wurde sie laut. Unsensibel sei das Fest in der Krisenzeit, war zu lesen. Eine Geldausgabe, die sich das Land lieber hätte sparen sollen. Und vielleicht auch ein Versuch des gehetzten Wahlkämpfers Laschet, sich im schönsten Licht zu präsentieren. Es gab aber auch viele Menschen im Land, die das ganz anders sehen – mindestens 1000.

Der Großteil der Plätze war – anders als in den Vorjahren – fest vergeben worden, ließ die Staatskanzlei mitteilen. „Verdiente Persönlichkeiten aus dem Regierungsbezirk Münster, die in der Corona-Pandemie Herausragendes geleistet haben sowie Menschen, die als Fluthelfer, in Hilfswerken oder in den Vereinen der Gemeinde Nordkirchen tätig sind“ hatten Einladungen bekommen: schon lange, bevor die Landesregierung das Konzert der Philharmonie Südwestfalen den Termin öffentlich gemacht hatte – nur eine Woche vorher.

Offenbar haben sie aber nicht alle angenommen. Denn die Zahl der geladenen Teilnehmer war etwa genauso hoch wie die der Bürgerinnen und Bürger, die sich in den zurückliegenden acht Tagen selbst angemeldet hatten: 450 zu 400, hieß es aus der Staatskanzlei.

Mit Material von dpa

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