Zukunftsweisend

Workshop liefert Rahmen für künftige kulturpolitische Entscheidung

Wie können Entwicklungsziele für die Gestaltung des künstlerischen und kulturellen Lebens in Marl aussehen? Der Kulturprofil-Workshop hat drei Schwerpunkte identifiziert.
So ging es los: Im August 2020 liefen Kulturprofil-Workshops an. © Ralf Deinl (Archiv)

Nach gut einem Jahr ist der Beteiligungsprozess engagierter Kulturakteure und interessierter Bürgerinnen und Bürger zur Profilierung der städtischen Kultur auf die Zielgerade eingebogen.

Wo liegen Schwächen, aber vor allem auch Stärken der Marler Kulturlandschaft? Welcher zukunftsweisende Rahmen lässt sich aus der Arbeit am Kulturprofil für politische Entscheidungen ableiten? Es gibt drei große Schwerpunkte.

Der Startschuss fiel im August 2020

Im Theater Marl kamen am Mittwoch, 1. September, rund 50 Kulturinteressierte und Kulturschaffende zum Abschlussworkshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Kulturprofil zusammen. Seit dem Auftakt im August 2020 hatten sie den gesamten Prozess mit persönlichen Erfahrungen und individuellen Kompetenzen aktiv bereichert.

„Ihre engagierte Arbeit trägt jetzt endlich Früchte“, freute sich Claudia Schwidrik-Grebe, Kulturdezernentin der Stadt Marl. „Der Abschlussworkshop stellt eine zentrale Stellschraube in der zukunftsorientierten Formulierung des Kulturprofils der Stadt Marl“, erklärte die Kulturdezernentin.

Claudia Schwidrik-Grebe, Kulturdezernentin der Stadt Marl, eröffnete den Kulturprofil-Abschlussworkshop. © Privat © Privat

Kulturelle Bildung als übergreifende Aufgabe

Aus 17 Zielen, die während der Kulturprofil-Workshops erarbeitet wurden, definierten die Teilnehmer drei aus ihrer Sicht besonders wichtige Schwerpunkte: Die Entwicklung einer gemeinsamen Marketingstrategie („Corporate Identity“), die Stabilisierung des kommunalen Kulturetats und die Berücksichtigung junger Menschen nebst Betonung kultureller Bildung als übergreifende Aufgabe.

„Es hat sich gezeigt, dass der soziale Aspekt der Kultur, die Kulturelle Bildung und der Nachwuchs für die teilnehmenden Kulturinteressierten und Kulturschaffenden eine entscheidende Rolle spielt“, so Schwidrik-Grebe.

Klar ist: Die Entwicklung eines Kulturprofils liefert keinen Entwurf eines Maßnahmenkatalogs ab. „Die Profilierung der Kultur dient vielmehr als zukunftsweisender Rahmen, an dem die Ausgestaltung und Umsetzung der Kulturarbeit ausgerichtet wird“, betonte die Kulturdezernentin.

Experte Bernward Tuchmann begleitete Kulturinteressierte und Kulturschaffende fachlich auf dem Weg zum Kulturprofil. © Privat © Privat

Am Ende entscheidet der Rat

Die fachliche Begleitung auf dem Weg zum Kulturprofil übernahm Bernward Tuchmann von der Tuchmann Kulturberatung in Münster. Der Beteiligungsprozess bildete den Austausch mit Experten aus kommunalen Kulturinstitutionen, Politik und Verwaltung sowie Initiativen, Vereinen und Verbänden ab.

Die erarbeiteten Ergebnisse werden jetzt von der Tuchmann Kulturberatung in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Die Dokumentation bildet die Grundlage für den Austausch der zuständigen Akteure. Eine Beratung und Beschlussfassung in den politischen Gremien folgt. Am Ende entscheidet der Rat über das Marler Kulturprofil.

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