Verkehr in Marl

Radlerstammtisch sichert Rücksichtnahme zu

Der Appell des sehbehinderten Marlers Detlef Schmidt an die Radfahrer, mehr Rücksicht zu nehmen, kommt an.
Auch dort, wo Rad- und Fußweg parallel und getrennt verlaufen, sollten Radler Rücksicht aufs sehbehinderte Menschen wie Detlef Schmidt nehmen. © Thomas Brysch

Detlef Schmidts Schicksal lässt die Menschen nicht unberührt. Nachdem der stark sehbehinderte Marler in der Freitagsausgabe der Marler Zeitung an die Radfahrer der Stadt appelliert hatte, mehr Rücksicht auf blinde und sehbehinderte Fußgänger zu nehmen, hat Ludger Vortmann vom Marler Radlerstammtisch umgehend auf der Facebook-Seite der MZ reagiert: „Danke für diesen guten Bericht, der mir nochmal gezeigt hat, dass gegenseitige Rücksichtnahme wichtig ist und wir auch in unserer Community darauf aufmerksam machen werden“, sagt Vortmann, der auch Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Nordrhein-Westfalen ist. Vortmann weiter: „Die Schilderungen sind schockierend und es tut mir sehr leid, dass es hier an Rücksicht fehlt. Radfahrende sind natürlich keine besseren Menschen und Rüpel gibt’s leider auf dem Rad, im Auto und zu Fuß.“

Vortmann, dar auch eine treibende Kraft der Initiative Radentscheid ist und mit dafür gekämpft hat, dass in den nächsten Jahren 64 Millionen Euro für die Sanierung des Marler Radwegenetzes ausgegeben werden, stellt fest: „Sicherlich spielen die oft unzureichende Infrastruktur und zu enge Wege, die sich Leute zu Fuß und auf dem Rad teilen müssen, auch eine Rolle. Aber da, wo sich Menschen begegnen, gehört das gemeinsame Achtgeben dazu.“

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.