Heizkosten explodieren - so kommen wir solidarisch über den Winter

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Thomas Brysch hofft auf den Energiesparwillen der Marlerinnen und Marler. © dpa/Brysch
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Die jüngste Heizkostenabrechnung war für die meisten Marler Fernwärmekunden schon ein echter Hammer: Eine fette Nachzahlung stand in vielen Fällen ebenso an wie eine Verdoppelung der künftigen monatlichen Abschläge. Und die „Party“ geht weiter. Schon jetzt droht eine erneute Verdoppelung im nächsten Frühjahr. Wer kann sich das noch leisten? Und im Hintergrund lauert die bange Frage: Wie kommen wir über den nächsten Winter?

Fernwärme war über viele Jahre ein preiswertes, ruhiges, sicheres Geschäft – für Versorger wie Verbraucher. Der Ukraine-Krieg hat das auf den Kopf gestellt. Wer stopft sich da die Taschen voll? Vor allem einer: Russlands Präsident Putin. Er nutzt das Gas als Waffe, schürt die Angst, will uns gegeneinander aufbringen. Das dürfen wir nicht zulassen. Solidarischer Zusammenhalt ist die einzig richtige Antwort auf diese Provokation.

Jeder kann etwas tun. An der heimischen Gastherme gibt es mit Sicherheit einen Energiesparmodus, Raumtemperaturen lassen sich per Thermostat absenken, man kann lauwarm statt heiß duschen und auch für den Fernsehabend mal einen Pullover aus dem Schrank ziehen.

Hier sollten alle mitmachen, auch diejenigen, die ihre Heizkosten noch immer aus der Portokasse zahlen. Jetzt ist die Zeit, um die Speicher zu füllen. Es geht um unser Land, um unsere Wirtschaft, um unseren Wohlstand, um unsere Freiheit.