Ohne Maske

Keine Maskenpflicht mehr in Fußgängerzonen: „Endlich frische Luft!“

Seit dem Wochenende dürfen öffentliche Plätze und Fußgängerzonen wieder ohne Maske betreten werden. Nicht alle Marler waren am Samstag darüber schon informiert. Einige mahnten zur Vorsicht.
Endlich wieder frische Luft. Stephanie Tritscher ist froh, dass sie auf dem Creiler Platz die Maske abnehmen kann. © Jürgen Wolter

Stephanie Tritscher war am Samstagmorgen zum Spaziergang mit ihren Hunden auf dem Creiler Platz unterwegs. Sie begrüßt den Wegfall der Verordnung: „Endlich wieder frische Luft!“, sagt sie. „Besonders in den letzten Wochen wurde es immer unangenehmer unter den Masken. Man schwitzt darunter und bekommt keine richtig frische Luft. Deshalb finde ich das toll, dass ich jetzt hier keine mehr tragen muss. Im Geschäft mache ich das ja sowieso weiterhin. Und wer weiß: Wenn wir den ganzen Sommer überall Masken tragen müssten, dann hätten wir wahrscheinlich bald alle ein weißes Kinn und einen blassen Mund.“

„An der frischen Luft braucht man die Maske nicht“

Annette Werkmeister kam vom Einkaufen aus dem Marler Stern und schloss ihr Fahrrad auf, um nach Hause zu fahren. Erst hier nahm sie die Maske ab. „Ich habe erst jetzt registriert, dass ich sie hier draußen nicht mehr tragen muss“, sagt sie. Bei sinkenden Inzidenzwerten hält sie die Entscheidung für richtig. „Ich glaube, hier an der frischen Luft braucht man die Maske nicht mehr unbedingt.“

Annette Werkmeister setzte die Maske erst zum Fahrradfahren wieder ab.
Annette Werkmeister setzte die Maske erst zum Fahrradfahren wieder ab. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Dem stimmt auch Hans-Jürgen Soldato zu. „Ich war nie ein Freund des Maskentragens“, sagt er. „Viele Experten haben ja inzwischen bestätigt, dass an der frischen Luft die Ansteckungsgefahr äußerst gering ist. Und hier auf dem Creiler Platz ist es ja nicht voll. Nur wenn ich auf größere Menschenansammlungen treffe, dann mache ich lieber einen Bogen darum und gehe nicht mitten durch.“

Daumen hoch: Hans-Jürgen Soldato war nie ein Freund des Maskentragens und begrüßt die neue Freiheit.
Daumen hoch: Hans-Jürgen Soldato war nie ein Freund des Maskentragens und begrüßt die neue Freiheit. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Hubert Drewe ist noch zurückhaltender. Er behielt die Maske beim Überqueren des Creiler Platzes auf. „Ich habe gehört, dass in Portugal die Inzidenzwerte schon wieder steigen. Ich bleibe lieber vorsichtig“, sagt er. „Das Virus ist noch nicht besiegt und es kann jederzeit auch wieder in eine andere Richtung gehen, so schön es auch ist, dass die Werte grade ziemlich niedrig sind.“

Bleibt vorsichtig und trägt weiter Maske: Hubert Drewe.
Bleibt vorsichtig und trägt weiter Maske: Hubert Drewe. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

„Die brauchst du hier nicht mehr!“

In der Hülser Fußgängerzone trafen sich Beate Elsner und Elisabeth Albers beim Einkaufsbummel. Beide trugen zunächst noch eine Maske. „Ich bin aber grade schon angesprochen worden: Die brauchst du hier nicht mehr!“, sagt Beate Elsner. Allerdings hing am Beginn der Fußgängerzone noch das Schild, das auf die Maskenpflicht hinwies.

Plausch beim Einkauf in Hüls ohne Maske: Beate Elsner (l.) und Elisabeth Albers.
Plausch beim Einkauf in Hüls ohne Maske: Beate Elsner (l.) und Elisabeth Albers. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Deshalb war auch für Elisabeth Albers die Situation zunächst unklar. Ihren weiteren Samstagsplausch hielten die beiden Frauen dann aber doch ohne Maske. Albers begrüßt die neue Freiheit, will aber weiter vorsichtig sein. Beate Elsner ist erleichtert. „Das fühlt sich viel freier an und wieder normaler“, sagt sie. Beide räumen aber ein, dass sich ihr Verhalten vielleicht auch nachhaltig durch die Pandemie verändert hat. „Wir werden sicher nicht von einem Tag auf den anderen alle Vorsichtsmaßnahmen außer acht lassen.“

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