Bürgerbegehren in Marl

Initiative kritisiert Politik und Verwaltung

Der Rat der Stadt Marl trifft sich am Freitag nur für einen einzigen Tagesordnungspunkt: Es geht um das Bürgerbegehren zum Jahnstadion.
Die Tribünenkonstruktion gilt als einsturzgefährdet. Experten widersprechen dem. © Meike Holz

In der Ratssitzung der Stadt Marl am Freitag, 8. Oktober, gibt es nur einen Tagesordnungspunkt: Der Rat entscheidet über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zum Erhalt des Jahnstadions/Jahnwaldes. Diese aufwendige und kostenträchtige zusätzliche Sitzung hätte vermieden werden können, kritisiert Peter Schmidt im Namen der Bürgerinitiative für den Erhalt des Jahnwalds. Der Antrag und die Kostenschätzung zur Vorprüfung des Bürgerbegehrens hätten der Politik bereits zur vergangenen Ratssitzung vorgelegt werden sollen.

Teilrückbau oder nur Sanierung?

Laut Kostenschätzung fielen für den Fall, dass das Jahnstadion in Hüls erhalten bliebe und weitergenutzt würde, rund 1,1 Millionen Euro Kosten für Teilrückbau und Sanierung von Jahnstadion und Waldschule sowie weitere 33.000 Euro pro Jahr für die Betriebskosten an. Die Variante Sanierung wäre mit knapp 1,6 Millionen Euro noch teurer. Finanziell lautet die günstigste Variante laut „Nullösung“. Tribünendach des Jahnstadions und die Waldschule würden abgerissen. Kosten: rund 195.000 Euro.

Initiatoren halten Begehren für zulässig

Die Initiatoren halten das Begehren weiter für zulässig: „Wir sind eher irritiert, dass das Fehlen unseres Antrags und seinen Erläuterungen, über den ja entschieden werden sollte, keinem Ratsmitglied vor der letzten Ratssitzung aufgefallen ist“, so Peter Schmidt.

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