Gedenken

Alter Friedhof in Marl-Brassert wird zum Friedenspark

Seit vielen Jahren wird auf dem Alten Friedhof in Marl-Brassert niemand mehr beerdigt. Was bleibt und wie sich der Friedhof verändern wird.
Die ehemalige Friedhofskapelle auf dem Alten Friedhof in Marl-Brassert hat der Heimatverein Marl zum Europäischen Friedenshaus umgebaut. © Claus Pawlinka (Archiv)

Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In Marl fordert die SPD jetzt ein würdiges Gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Ihr geht es insbesondere um die Neugestaltung des Alten Friedhofs in Brassert.

Seit vielen Jahren werden auf dem Alten Friedhof keine neuen Gräber ausgehoben. Bestand haben dort Ewigkeitsgräber, in denen Soldaten, Zwangsarbeiter und zivile Opfer des Krieges ruhen. Die ehemalige Friedhofskapelle hat der Heimatverein Marl übernommen und zum Europäischen Friedenhaus gemacht. In den vergangenen Jahren wurde der Friedhof mit zahlreichen Exponaten des Museums zum Skulpturenpark. Er soll künftig die Verbindung vom Rathaus zum neuen Museumsstandort Marschall 66 an der Kampstraße werden. Viele Brasserter nutzen den Park als grüne Oase vor der Haustür.

Gedenken an die Opfer des zweiten Weltkriegs

In den nächsten Monaten erarbeiten mehrere Büros für einen Wettbewerb Vorschläge für die Neugestaltung des ehemaligen Friedhofs zum Friedenspark. „Bei der Neugestaltung des Alten Friedhofs Brassert gilt es, verschiedene Zielsetzungen und Perspektiven zu einem Gesamtkonzept für den Friedenspark zusammenzuführen“, fordert SPD-Ratsfrau Maresa Kallmeier. In einer ersten Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung sei bereits deutlich geworden, dass es einer Priorisierung bedarf.

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