Kunsthalle Recklinghausen

Videokunst macht die Nacht zum Vergnügen

Es ist neu, es ist gut, es ist spannend - und oft auch sehr lustig. Die Kunsthalle Recklinghausen zeigt ab 22.10. Videokunst. Nachts. In ihren „Schaufenstern“. Sollte man sehen!
Florian Meisenbergs "Wembley, farewell my concubine". © Florian Meisenberg

Die Kunsthalle Recklinghausen startet unter dem neuen Museumschef Nico Anklam ein neues Ausstellungsformat, das parallel zu „Recklinghausen leuchtet“ am Freitag, 22. Oktober beginnt: Die Videokunstnächte. Seit jeher sind die Fenster der Kunsthalle ein weithin sichtbarer Teil des Gebäudes, der auch immer wieder in einzelne Ausstellungsprojekte integriert wurde. Jetzt bekommt dieser Teil des Gebäudes für die Wintermonate ein neues Gesicht, nächtlich von 18 Uhr abends bis 11 Uhr vormittags.

Immer wenn die Kunsthalle schließt, erwachen zwei der Fensterscheiben mit Videokunst zum Leben. Den Anfang machen ab dem 22. Oktober der ehemalige „junger westen“-Preisträger Florian Meisenberg, der seit vielen Jahren in New York lebt, sowie die spanische Künstlerin Anna Malagrida.

Die Schaufensterscheibe selbst wird zum Thema

Von beiden sind Videoarbeiten zu sehen, die sich mit der Schaufensterscheibe selbst als Thema beschäftigen. Weitere Schwerpunkte sind später – der Bahnhofsnähe entsprechend – die „Reise“, sowie – den Ausstellungszeiten folgend – das Thema „Nacht“. Der Vorplatz der Kunsthalle könnte so mit den Videokunstnächten für das unterschiedlichste Publikum, vom Taxifahrer oder dem Berufspendler bis zu zufälligem Laufpublikum, ein für jeden zugängliches Kunstangebot machen und die Stadt nachts noch ein wenig mehr zum Leuchten bringen.