Pandemie-Newsblog

Kreis RE: Die Inzidenz steigt erneut und nähert sich der 400

Die Zahlen zur Corona-Situation im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Mittwoch, 18. Mai, ist die Inzidenz erneut angestiegen - von 386,2 auf 390,2.
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Update 18. Mai, 6.30 Uhr

Bei den Corona-Neuinfektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen erneut angestiegen. Der Wert nähert sich wieder der 400. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwoch, 18. Mai, einen Wert von 390,2, am Vortag lag dieser bei 386,2, am Dienstag vor einer Woche bei 430,4.

Landes- und bundesweit sind die Inzidenzwerte leicht gesunken. NRW weist am Mittwoch eine Inzidenz von 388,0 auf (Vortag: 404,6), der Bund einen Wert von 407,4 (Vortag: 437,6).

Die Inzidenzwerte sind grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe unten).

Regierungsbezirk: Kreise Borken und Coesfeld vorn

Im Regierungsbezirk Münster ist die Entwicklung uneinheitlich, in einigen Orten ist die Inzidenz gesunken, in anderen gestiegen. Ähnlich verhält es in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet. Dort sieht die Situation damit so aus: Herne kommt auf eine Inzidenz von 370,8, Dortmund auf 442,2, Essen auf 266,5, Bochum auf 375,9, der Kreis Unna auf 513,2 und der Kreis Wesel auf 325,8.

Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster, wie man sie dem Dashboard des RKI entnehmen kann (Stand: 18. Mai, 3.12 Uhr; Vortageswerte in Klammern):

Kreis Borken: 609,3 (577,3)
Kreis Coesfeld:
599,0 (625,7)
Kreis Steinfurt:
596,4 (632,8)
Kreis Warendorf.: 526,6 (552,6)

Münster: 440,6 (465,9)

Kreis RE: 390,2 (386,2)

Gelsenkirchen.: 338,1 (369,0)

Bottrop: 322,0 (345,9)

RKI: 389 Neuinfektionen im Kreis RE

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt, nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch – mit Ausnahme am Wochenende – täglich an die übergeordneten Behörden. Der Statistik des Robert-Koch-Instituts für Mittwoch, 18. Mai, ist zu entnehmen, dass die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Corona-Fälle im Kreis RE bei 161.029 liegt. Es sind folglich 389 Neuinfektionen hinzugekommen.

Die Zahl der Menschen, die im Kreis Recklinghausen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben sind, liegt weiterhin bei 1310.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Der vom Kreis Recklinghausen selbst veröffentlichte Inzidenzwert liegt am Freitag, 13. Mai, bei 399,4. Den höchsten Inzidenzwert weist nach wie vor Haltern auf. Aber außer der Seestadt liegt keine Stadt im Kreis RE jetzt noch über der 500er-Marke. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 13. Mai, 7.30 Uhr; der Wert vom 6. Mai in Klammern):

Haltern: 589,2 (626,2)

Dorsten: 471,0 (496,5)

Marl: 424,6 (427,0)
Recklingh.:
398,4 (494,1)
Herten:
384,7 (496,3)

Cas.-Rauxel: 382,9 (454,0)

Oer-Erkensch.: 342,5 (314,0)
Gladbeck:
337,7 (395,9)
Waltrop:
322,3 (397,0)

Datteln: 293,8 (391,8)

Gesamt: 399,4 (457,0)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 13. Mai):

Castrop-Rauxel: 18.541; 129;

Datteln: 8146; 105;

Dorsten: 18.797; 109;

Gladbeck: 20.339; 190;

Haltern am See: 8480; 22;

Herten: 17.720; 159;

Marl: 21.836; 152;

Oer-Erkenschwick: 8081; 95;

Recklinghausen: 31.065; 291;

Waltrop: 6589; 48;

Gesamt: 159.594; 1300;

Vier Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (18. Mai, 16.18 Uhr) befinden sich im Kreis RE vier Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 6), aktuell muss eine Patient künstlich beatmet werden (Vortag: 2). Zurzeit sind 47 von 197 Intensivbetten frei. Das sind 23,86 Prozent. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 2,03 Prozent.

Im Kreis RE sind mehr als 396.000 Menschen geboostert

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 8. Mai. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 455.442 Personen geimpft. Davon haben 10.650 erst einen unvollständigen Impfschutz, 444.792 sind vollständig geimpft. Eine Booster-Impfung haben 396.736 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 8. Mai 2022 wurden in den zehn Städten insgesamt 1.282.021 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 79 Prozent, unvollständig weitere 2,5 Prozent der Menschen (Stand: 11. Mai 2022).

Nur noch drei kommunale Impfzentren im Kreis RE

Seit dem 1. April gibt es nur noch drei kommunale Impfstellen im Kreis Recklinghausen. Folgende Öffnungszeiten gelten:

– Castrop-Rauxel, Europaplatz (seitlicher Eingang der Stadthalle), freitags 11 bis 17 Uhr und samstags 11 bis 17 Uhr; am 20., 27. und 28. Mai hat die Impfstelle geschlossen. Termine: www.castrop-rauxel.de/impftermin

– Dorsten, Altstadttreff am Hauptbahnhof, Auf der Bovenhorst 9, mittwochs 15 bis 18 Uhr; Termine: www.dorsten.de/impfzentrum

– Recklinghausen, DRK-Kreisverband Recklinghausen, Kölner Str. 20, samstags 14 bis 18 Uhr. Impfungen ohne Termin.

An allen drei Impfstellen werden Impfungen mit den Impfstoffen von BioNTech, Moderna und Novavax sowie Kinderimpfungen angeboten.

Weitere Impfmöglichkeiten:

– Marl, Paracelsus-Klinik (Kapelle), Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags, jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.de oder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

– Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Pflegeschule), Dorstener Straße 151, Öffnungszeiten: montags, dienstags, freitags und samstags jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.de oder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

Der Kreis Recklinghausen hat einen Handlungsleitfaden entwickelt. Der ist zu finden unter: www.kreis-re.de/positiv.

Bundesweit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz leicht

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 407,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 437,6 gelegen (Vorwoche: 507,1; Vormonat: 808,8). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72 051 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 97 010 registrierte Ansteckungen) und 174 Todesfälle (Vorwoche: 231) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25 890 456 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die bundesweit niedrigste Inzidenz hat Thüringen

In Nordrhein-Westfalen ist der Inzidenzwert am Mittwoch abermals gesunken – auf 388,0 (Vortag: 404,6). Die höchste Inzidenz gibt es weiter in Schleswig-Holstein (582,4), die niedrigste in Thüringen (171,0).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Dienstag bei 3,72 (Vortag: 4,39).

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