Impfzentrum Recklinghausen

QR-Code für den Impfpass gibt es noch nicht sofort automatisch

Wer seine Impfung im Impfzentrum im Kreis Recklinghausen erhalten, bekommt den erforderlichen Code noch nicht sofort automatisch zugeschickt - dazu sind noch weitere Abstimmungen notwendig.
Der Impfausweis soll nun auch digitalisiert werden. © MHB

Der digitale Impfpass soll eine Ergänzung zum gelben Impfausweis aus Papier sein. Alle Menschen, die im Impfzentrum bereits ihre Zweitimpfung erhalten und ihren Termin über die Kassenärztliche Vereinigung oder den Kreis gebucht haben, bekommen ihr E-Zertifikat automatisch erst in einigen Wochen per Post zugeschickt. Über den darinstehenden QR-Code können die Daten in die dafür vorgesehenen Apps wie „CovPass“ oder die Corona-Warn-App hochgeladen werden.

Erste Tests laufen bereits

Von der für Recklinghausen zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL ) heißt es: „Im Moment können in den Vertragsarztpraxen sowie in den Impfzentren noch keine elektronischen Impfzertifikate ausgestellt werden.“

Viele Softwarehersteller befänden sich laut KVWL derzeit noch in der technischen Entwicklung und Erprobung der Verfahren. Auch müssten noch verschiedene Datenschutzaspekte geklärt werden, so Heike Achtermann von der Pressestelle auf Nachfrage. Dabei gehe es auch um Datenschutz.

Laut Kreis Recklinghausen könnten alle diejenigen, die zukünftig noch geimpft werden, ihren QR-Code direkt nach der Impfung mitnehmen. Abstimmungen laufen aber noch bei den mobilen Impfungen, weil die Datenerfassung dort anders vonstatten geht.

Allerdings laufen bereits erste Tests, um zum Ende des zweiten Quartals mit dem Versenden starten zu können. „Dann gibt es den QR-Code auch automatisch per Post. Aktuell muss aber niemand etwas unternehmen“, sagt Heike Achtermann.

Papier-Impfausweis bleibt auch uneingeschränkt gültig

Das COVID19-Impfzertifikat umfasst einen QR-Code, mit dem die Impfung elektronisch bescheinigt wird. Mit der geplanten CovPass-App bzw. über die Corona-Warn-App kann der Code gescannt und das Impfzertifikat so auf dem Smartphone vorgehalten werden. Natürlich bleibt aber auch der traditionelle Papier-Impfausweis weiterhin uneingeschränkt gültig.

„Bevor es mit der flächendeckenden Ausstellung der Impfzertifikate losgehen kann, muss das System auf Herz und Nieren geprüft werden, um so einen möglichst reibungslosen Ablauf für alle Beteiligten zu ermöglichen“, betont Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL.

Apotheken wollen bereits früher beginnen

Auch Ärzte und Apotheken können ein entsprechendes Zertifikat erstellen. Viele Apotheken wollen dies ab dem 14. Juni tun, wie die Branchenvereinigung ankündigt. Dann soll es online ein entsprechendes Verzeichnis geben. In den Arztpraxen muss die entsprechende Software noch in die bestehenden Systeme integriert werden. Die Apothekerverbände und -kammern in Nordrhein-Westfalen bitten hier aber um Geduld und weisen darauf hin, dass einige Apotheken das erst zu einem späteren Zeitpunkt anbieten können. Im Kreis Recklinghausen werden auch nicht sofort alle Apotheken den Dienst anbieten.

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