Landgericht Essen

Opfer brach vor der Klinik zusammen

Der Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke in Gladbeck hat begonnen.
Das Gebäude des Landgerichtes in Cottbus (Brandenburg). Hier wurde ein Verfahren gegen drei Klimaaktivisten des Bündnisses Ende Gelände am Dienstag gegen eine Geldauflage vorläufig eingestellt. © dpa

Es müssen dramatische Stunden gewesen sein: Nach einer Messerattacke in Gladbeck hat sich ein 30-Jähriger über Gärten und Schleichwege ins Krankenhaus geschleppt. Zweimal verlor er dabei das Bewusstsein. „Ich bin direkt vor dem Krankenhaus noch einmal zusammengeklappt“, sagte er am Dienstag als Zeuge am Essener Landgericht.

Wie dramatisch sein Zustand war, war dem 30-Jährigen gar nicht bewusst. Es hätte nicht viel gefehlt, und er wäre gestorben. Die Klinge hatte sich tief in seinen Bauch gebohrt, es war zu inneren Blutungen gekommen. Sein Leben konnte nur durch eine Not-Operation gerettet werden.

Der Täter soll ein 17-Jähriger aus Gladbeck gewesen sein. Mitten in der Nacht soll er den 30-Jährigen angegriffen haben – erst mit Fäusten, dann mit einem Messer. Es hatte wohl Stress um eine Freundin gegeben.

Mitangeklagt sind zwei Freunde des 17-Jährigen. Sie sollen ebenfalls zugeschlagen haben. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.

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