Verkehr

Moderne Technik nimmt Radwege unter die Lupe

Damit Schäden gezielt repariert werden können, kontrolliert ein Kleintransporter zurzeit Radwege an Bundes- und Landesstraßen im Kreis Recklinghausen. Dabei ist jede Menge Technik im Spiel.
Radwege an Bundes- und Landesstraßen im Kreis Recklinghausen werden zurzeit auf Schäden geprüft. © picture alliance / dpa

Risse, Löcher, Unebenheiten: Auf Radwegen gibt es verschiedene Schäden, die gefährlich sind, zu Unfällen führen können. Straßen.NRW kontrolliert jetzt Radwege, um notwendige Sanierungen besser planen zu können – zurzeit fährt ein Laser-Kleintransporter Strecken im Kreis Recklinghausen ab, um den Zustand der Wege genau zu dokumentieren.

Auf dem Programm stehen die Radwege an mehreren Bundesstraßen und einigen Dutzend Landesstraßen – mit dabei sind zum Beispiel die B225 zwischen Recklinghausen und Marl, die L511 von Herten über Recklinghausen bis ins Ostvest, die B58 zwischen Haltern und Dorsten. „Wir prüfen alle nutzungspflichtigen Radwege, die außerhalb der städtischen Bereiche sind“, sagt Nadia Leihs von Straßen.NRW.

Fahrzeug ist mit Lasern und Kameras unterwegs

Herzstück des Kleintransporters sind mehrere technische Geräte. Laser tasten die Strecke lückenlos ab, so dass ein Längsprofil des jeweiligen Weges erstellt werden kann. Eine senkrecht auf die Fahrbahnoberfläche filmende, hochauflösende Kamera kann die Schäden dokumentieren. Zusätzlich erfassen Front- und Rückkameras die nähere Umgebung – also zum Beispiel den Bewuchs entlang der Strecke oder kreuzende Wege und Straßen.

„Ziel ist ein besserer Überblick über unsere Radwege“

„Die Technik des Kleintransporters erfasst die Radwege auf beiden Straßenseiten komplett und detailliert, die Aufnahmen werden dann in Zustandskarten erfasst. Hier kann man dann genau erkennen, wie gut oder nicht gut die Radwege aussehen“, erläutert Nadia Leihs. So könnten Erhaltungsmaßnahmen an den Radwegen besser geplant und effektiver durchgeführt werden. „Natürlich sind unseren Streckenwarten die Schäden an den Radwegen in ihrem Bereich bekannt, aber mit der Zustandserfassung erhalten wir ein nochmal präziseres und auch umfassenderes Bild“, sagt Ann-Christin Padberg von Straßen.NRW. Nadia Leihs fasst zusammen: „Ziel ist ein besserer Überblick über unsere Radwege.“

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