Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: Wenig Bewegung beim Inzidenzwert

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Dienstag, 28. September, ist der Inzidenzwert hier leicht gestiegen - von 62,4 auf 62,7.
Das Impfzentrum des Kreises RE am Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. © Meike Holz

Update 28. September, 8.05 Uhr

Bei den Corona-Infektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen am Dienstag, 28. September, im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) erhobene Inzidenzwert liegt jetzt bei 62,7. Am Montag und Sonntag lag er bei 62,4, am Samstag bei 61,8. Insgesamt ist derzeit also wenig Bewegung in den Zahlen.

Allerdings hat der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden in Nordrhein-Westfalen jetzt beispielsweise auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Das sieht die am Freitag, 10. September, veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW vor, deren Regeln seit Samstag, 11. September, bis zum 8. Oktober gelten.

Der bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz wird gestrichen, wie das Arbeitsministerium mitteilte. NRW setzt damit vom Bundesrat beschlossene Änderungen im Infektionsschutzgesetz um.

Konkret ändern wird sich vorerst aber nichts. Die 3G-Regelung (geimpft, getestet oder genesen) für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen bleibe aufgrund des Infektionsgeschehens bis auf weiteres bestehen, betonte das Ministerium (die Regeln im Detail: siehe unten). Konkrete Grenzwerte für die neuen Indikatoren legt die Schutzverordnung nicht fest.

Neben den Krankenhausdaten und der Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) fließen auch die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten sowie die Entwicklung des R-Wertes in die Beurteilung ein. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt.

Die bekannte Sieben-Tage-Inzidenz soll aber ein wichtiger Indikator bleiben. Denn: Steigt dieser Wert, bedeutet das, dass sich die Infektion schneller und breiter in der Bevölkerung ausbreitet.

Gelsenkirchen liegt im Regierungsbezirk Münster an erster Stelle

Im Regierungsbezirk Münster liegt die Stadt Gelsenkirchen bei der Inzidenz weiter an erster Stelle. Dort ist der Wert am Dienstag zudem stark gestiegen – von 68,7 auf 80,3. Dann folgt schon der Kreis Recklinghausen. Am niedrigsten sind die Werte derzeit im Kreis Steinfurt. Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie im Dashboard des Robert-Koch-Instituts aufgeführt werden (Stand: 28. September, 3.16 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Stadt Gelsenkirchen 80,3 (68,7)

– Kreis Recklinghausen 62,7 (62,4)

– Kreis Warendorf 51,5 (50,5)

– Stadt Münster 46,1 (49,3)

– Stadt Bottrop 44,3 (46,0)

– Kreis Borken 32,0 (37,1)

– Kreis Coesfeld 28,5 (32,6)

– Kreis Steinfurt 26,1 (31,5)

Stadt Recklinghausen bleibt Negativ-Spitzenreiter im Kreis

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert ist am Dienstag ebenfalls leicht gestiegen, er liegt nun bei 66,7 (Vortag: 66,5). Mit Haltern, Dorsten, Castrop-Rauxel, Datteln und Oer-Erkenschwick liegen fünf Städte unter der 50er-Marke. Negativ-Spitzenreiter bleibt Recklinghausen mit 105,7.

So sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 28. September, 6 Uhr; die Vortagswerte in Klammern):


– Recklinghausen: 105,7 (105,7)

– Gladbeck: 102,0 (103,3)

– Marl: 86,6 (80,7)

– Waltrop: 61,1 (61,1)

– Herten: 58,2 (59,8)

– Datteln: 49,0 (49,0)

– Oer-Erkenschwick: 47,6 (47,6)

– Dorsten: 44,3 (45,6)

– Haltern: 23,8 (26,4)

– Castrop-Rauxel: 19,1 (19,1)

Gesamt: 66,7 (66,5)

Der Kreis Recklinghausen hat am Dienstag 14 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vortag: 16). Insgesamt gelten hier jetzt 828 Menschen als infiziert (Vortag: 895). Die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit Corona liegt weiterhin bei 990.

18 Covid-19-Patienten befinden sich – Stand 28. September – in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung. Vier von ihnen werden derzeit auf der Intensivstation behandelt.

Laut Divi-Intensivregister sind – Stand 28. September – im Kreis Recklinghausen 31 von 197 Intensivbetten nicht belegt. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt hier bei nur 2,03 Prozent.

Geimpft wurden im Kreis bisher – bis zum 26. September – 412.053 Personen. Davon haben 19.250 nur die Erstimpfung und 392.803 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 4508 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 26. September 2021 wurden in den zehn Städten insgesamt 784.123 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 67,3 Prozent, unvollständig weitere 5,0 Prozent der Menschen.

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom 28. September (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 4252; 4124; 89; 39

Datteln: 1993; 1861; 86; 46

Dorsten: 3246; 3117; 75; 54

Gladbeck: 5660; 5353; 151; 156

Haltern am See: 1100; 1067; 13; 20

Herten: 4004; 3796; 122; 86

Marl: 5061; 4780; 124; 157

Oer-Erkenschwick: 1899; 1786; 69; 44

Recklinghausen: 7092; 6663; 226; 203

Waltrop: 1408; 1350; 35; 23

Gesamt: 35.715; 33.897; 990; 828

Impfzentrum schließt am 30. September

Endspurt im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen: Nach knapp acht Monaten Laufzeit öffnet das Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz am Donnerstag, 30. September, zum letzten Mal seine Türen. Noch bis 14 Uhr sind an diesem Tag Impfungen mit und ohne Termin möglich.

Bis zur Schließung des Impfzentrums steht noch Impfstoff zur Verimpfung bereit. Impfen lassen kann man sich noch am Mittwoch zwischen 8 und 18.30 Uhr und eben am Donnerstag von 8 bis 14 Uhr. „Jede Impfung schützt vor einem schweren Krankheitsverlauf und ermöglicht uns Schritt für Schritt die Rückkehr in unser normales Leben. Schützen Sie mit einem oder zwei kleinen Picksern sich und andere“, betont Landrat Bodo Klimpel noch mal.

Wer nun in den letzten Tagen eine erste Impfung im Impfzentrum erhalten hat, kann für die Zweitimpfung eine Arztpraxis aufsuchen. Welche Ärzte die Zweitimpfung anbieten, hat die Kassenärztliche Vereinigung auf ihrer Internetseite unter www.corona-kvwl.de/zweitimpfung veröffentlicht. Im Impfzentrum gibt es für die Erstgeimpften eine entsprechende Liste direkt mit nach Hause.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 60,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,7 gelegen, vor einer Woche bei 68,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4171 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4664 Ansteckungen gelegen.

In NRW und im Bund sinkt der Wert leicht

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 101 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 81 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.203.571 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 1,44 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.978.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.504.

Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut leicht gesunken, sie liegt laut RKI am Dienstag bei 55,6 (Vortag: 57,5) – und damit unter dem Bundesdurchschnitt.

Die aktuelle Verordnung in der Übersicht:

Die Kernaussage der neuen Corona-Schutzverordnung vom 11. September ist, dass vollständig geimpften und von Covid-19 genesenen sowie negativ getesteten Menschen grundsätzlich wieder alle Einrichtungen und Angebote offen stehen.

Die neue Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass bestimmte Angebote und Einrichtungen nur genutzt bzw. besucht werden dürfen, wenn eine vollständige Impfung, Genesung oder negative Testung vorgewiesen werden kann (3G = geimpft, genesen, getestet).

Das bedeutet die 3G-Regel

Die 3G-Regel gilt immer für den Besuch von:

– Krankenhäusern;

– Alten- und Pflegeheimen;

– besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe;

– Unterkünften für Geflüchtete;

– stationären Einrichtungen der Sozialhilfe.

Aufgrund der aktuellen Lage besteht für alle Personen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, bei bestimmten Aktivitäten eine Pflicht zum Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests.

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests (= POC-Test) gilt für:

– Veranstaltungen in Innenräumen;

– Sport in Innenräumen;

– Innengastronomie;

– körpernahe Dienstleistungen (hierunter fallen auch notwendige medizinische Dienstleistungen);

– Beherbergung;

– Großveranstaltungen im Freien (mit mehr als 2500 Personen).

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests gilt für:

– Clubs;

– Diskotheken und ähnliche Einrichtungen;

– Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz (z.B. auch Hochzeitsfeiern);

– sexuelle Dienstleistungen.

Für genesene oder vollständig geimpfte Personen besteht keine Pflicht zum Nachweis eines negativen Testergebnisses.

Maskenpflicht und AHA-Regeln

Für alle Personen, also auch für Geimpfte und Genesene, besteht unabhängig von Inzidenzwerten die Pflicht zum Tragen (mindestens) einer medizinischen Maske – und zwar:

– im öffentlichen Personennahverkehr;

– im Handel;

– in Innenräumen mit Publikumsverkehr;

– in Warteschlangen;

– an Verkaufsständen;

– bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz).

Darüber hinaus werden die bekannten und bewährten AHA-Verhaltensregeln weiterhin empfohlen: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen. Und: Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr sind verpflichtet, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln umzusetzen.

Lesen Sie jetzt