Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: Inzidenz macht einen Sprung nach oben

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Mittwoch, 8. Dezember, ist die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich angestiegen, und zwar von 235,0 auf 247,2.
© picture alliance/dpa

Update 8. Dezember, 8.30 Uhr

Seit dem letzten Wochenende geht es mit der Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen wieder deutlich nach oben. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert liegt am Mittwoch, 8. Dezember, bei 247,2. Am Dienstag hatte das RKI den Wert 235,0 veröffentlicht, am Sonntag 207,1.

Bundesweit ist der Wert dagegen gesunken. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI am Mittwoch mit 427 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 432,2 gelegen. In NRW geht es mit der Inzidenz ebenfalls abwärts. Sie erreicht am Mittwoch den Wert 290,2 (Vortag: 297,0).

Der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie hat allerdings inzwischen ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird allerdings nur landesweit ausgewiesen.

Regierungsbezirk: Negativtrend vor allem im Kreis RE

Im Regierungsbezirk Münster ist am Mittwoch allein im Kreis Recklinghausen die Inzidenz nennenswert angestiegen, alle anderen Kreise konnten sich bei diesem Parameter teils deutlich verbessern, im Kreis Warendorf stagniert der Wert. Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie vom RKI aufgeführt werden (Stand: 8. Dezember, 3.50 Uhr; Vortageswert in Klammern):

Kreis Warend.: 355,8 (354,3)
Gelsenkirchen:
312,6 (332,7)

Kreis RE: 247,2 (235,0)

Kreis Borken: 245,0 (257,6)
Kreis Steinfurt:
240,7 (245,7)

Bottrop: 203,6 (218,1)
Kreis Coesfeld:
199,8 (205,7)

Stadt Münster: 139,7 (144,4)

Die höchste Inzidenz verzeichnet jetzt Gladbeck

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert liegt am Mittwoch, 8. Dezember, bei 253,3 (Dienstag: 234,8) und ist somit ebenfalls deutlich gestiegen. Die negative Entwicklung spiegelt sich – mit Ausnahme von Waltrop, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen – in allen kreisangehörigen Städten wider. Die höchste Inzidenz verzeichnet Gladbeck, das gemeinsam mit Herten einen Wert von über 300 aufweist. Unter der 200er-Grenze liegt jetzt nur noch Castrop-Rauxel. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 8. Dezember, 8.15 Uhr; die Werte von Montag in Klammern):

Gladbeck: 337,7 (315,2)
Herten:
302,3 (284,5)

Recklingh.: 281,8 (255,6)
Haltern: 243,1 (206,1)

Oer-Erkensch.: 234,7 (234,7)

Marl: 230,1 (224,2)

Datteln: 221,8 (187,2)

Waltrop: 217,2 (240,9)

Dorsten: 205,3 (193,2)
Cas.-Rauxel:
199,7 (168,2)

Gesamt: 253,3 (234,8)

Keine weiteren Todesfälle registriert

Im Kreis Recklinghausen gelten am Mittwoch, 8. Dezember, 3036 Menschen als infiziert (Dienstag: 3016), zudem meldet der Kreis 270 bestätigte Neuinfektionen (Dienstag: 278). Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden nicht registriert. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 1052.

27 Corona-Patienten auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister – Stand 8. Dezember, 7.15 Uhr – befinden sich 27 Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 26), 21 (Vortag: 18) von ihnen werden künstlich beatmet. Zurzeit sind 38 von insgesamt 198 Intensivbetten frei. Das sind 19 Prozent. Nach Angaben der Kreisverwaltung springt die Krankenhaus-Ampel auf Rot, wenn die Quote unter die Marke von zehn Prozent rutscht. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt laut Divi-Intensivregister bei 13,64 Prozent (Vortag 13,13).

Jetzt mehr als 100.000 Booster-Impfungen

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht ganz aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 5. Dezember. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 429.836 Personen geimpft. Davon haben 10.971 nur die Erstimpfung und 418.865 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 106.231 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 5. Dezember wurden in den zehn Städten insgesamt 928.633 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 72,3 Prozent, unvollständig weitere 3,6 Prozent der Menschen (Stand: 5. Dezember 2021).

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom Mittwoch, 8. Dezember (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 5147; 4713; 95; 339

Datteln: 2518; 2269; 93; 156

Dorsten: 3916; 3525; 78; 313

Gladbeck: 6853; 6201; 162; 490

Haltern am See: 1481; 1302; 16; 165

Herten: 5028; 4586; 128; 314

Marl: 6239; 5675; 130; 434

Oer-Erkenschwick: 2350; 2123; 78; 149

Recklinghausen: 8862; 8085; 233; 544

Waltrop: 1776; 1605; 39; 132

Gesamt: 44.172; 40.084; 1052; 3036

Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen in stationären Impfzentren

Im Kreis Recklinghausen haben bereits mehrere stationäre Impfzentren ihre Türen geöffnet. Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. Hier die aktuelle Übersicht:

Oer-Erkenschwick:

Samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr, in den Räumen des DRK, Agnesstr. 5. Anmeldung notwendig über www.schnelltest-drkoe.de.

Dorsten:

Montags, mittwochs und sonntags,10 bis 18 Uhr, Treffpunkt Altstadt (Auf der Bovenhorst), Terminvereinbarungen unter www.dorsten.de/impfzentrumsowie telefonisch (Mo-Fr) von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 02362 66-4443.

Recklinghausen:

– Freitags von 15 bis 19 Uhr und samstags von 13 bis 18 Uhr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) an der Kölner Straße, offenes Angebot ohne Terminvergabe.

– Montags, dienstags und freitags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr am Knappschaftskrankenhaus, Dorstener Str., nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr). Aktuell aber keine freien Termine.

– Freitags von 10 bis 14 Uhr am SkF-Stadtteilbüro Süd, Am Neumarkt 33, ohne Termin

– Seit Mittwoch, 1. Dezember, montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr an der Vestlandhalle (24.12. bis 26.12 und 1.1. geschlossen), ohne Termin

Marl:

Mittwochs und donnerstags von 16 bis 20 Uhr an der Paracelsus-Klinik, Lipper Weg, nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr), aktuell aber keine freien Termine.

Gladbeck:

– Ab Freitag, 3. Dezember, dienstags, mittwochs, donnerstags und samstags jeweils von 10 bis 16 Uhr sowie freitags von 10 bis 18 Uhr, in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Bottroper Straße 6. Die Terminvereinbarung erfolgt nur online unter www.schnelltest-gladbeck.de.

Weitere stationäre Impfstellen des Kreises sind in Vorbereitung. Mehr Infos zu den Impfangeboten unter: www.kreis-re.de.

Darüber hinaus gibt es Sonderimpfaktionen im Kreis Recklinghausen:

Castrop-Rauxel:

– Sonntag, 12. Dezember, 10 bis 13.30 Uhr, Adventszelt auf dem Castroper Marktplatz, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Herten

Samstag, 11. Dezember, 10 bis 16 Uhr, im Glashaus, Hermannstraße 16, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Bundesweiter Höchststand bei Zahl der Corona-Toten

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat in Deutschland den höchsten Stand seit Februar erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 527 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. Momentan ist die Zahl der täglich übermittelten Corona-Toten noch deutlich kleiner als zum Höhepunkt der zweiten Corona-Welle Ende vergangenen Jahres – und das, obwohl es momentan wesentlich mehr Ansteckungen gibt als damals. Experten führen das auf den positiven Effekt der Impfung zurück, die wirksam vor schweren Krankheitsverläufen schützt.

Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 432,2 gelegen – allerdings gab es dabei technische Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Zahlen aus Sachsen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 442,9 (Vormonat: 201,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 69.601 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.28 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67.186 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.291.621 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,45 an (Montag: 5,32). Die Zahl der Genesenen belief sich am Mittwoch laut RKI auf 5.225.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 104.047.

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Mittwoch, 8. Dezember, bei 290,2 (Vortag: 297,0). Er befindet sich damit weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Sachsen weist mit 1125,0 unter den Bundesländern den höchsten Inzidenzwert auf, vor Thüringen (aktuell 1028,0) und Sachsen-Anhalt (aktuell 890,0).

Die für die Lagebewertung wichtige 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen ist wieder gestiegen und liegt aktuell laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) bei 4,62 (Dienstag: 4,44, Montag: 3,97). Es gibt mittlerweile mehrere bestätigte Fälle der neuen Corona-Variante Omikron in NRW und etliche Verdachtsfälle. Im Kreis Recklinghausen haben sich zwei Verdachtsfälle nicht bestätigt.