Ruhrfestspiele

Getanzte Emotionen

Es ist roh. Es ist gut. Es ist emotional. Krumping ist ein Tanzstil aus den Straßen L.A.‘s, der mitreißt, hinreißt, bewegt. Das konnte man bei den Ruhrfestspielen in „A Human Race“ erleben.
Mitreißend: "A Human Race" bei den Ruhrfestspielen. © René Löffler

Sie haben Gewalt erfahren, sie haben Ausgrenzung erfahren, sie haben Rassismus erfahren. Krump oder Krumping ist ein in L. A. entstandener Freestyle-Tanzstil. Es ist getanzter Widerstand. Aufbegehren. Es ist roh. Ein Ventil für Unmut, Aggression, Leid. Getanzte Emotion.

Ein Ventil für Unmut, Aggression, Leid

Genau das bringt „A Human Race“ bei den Ruhrfestspielen zu Stravinskys „Le Sacre du Printemps“-Klängen auf die Bühne. Hier holt der französische Krumper Grichka Caruge – auf Einladung der Initiative Tanzkomplizen – die schon in den 90ern auf der Straße geborene Tanzform auf die Bühne.

Es ist irgendwie eine Art „Westside Story 2.0“

Es ist irgendwie eine Art „Westside Story 2.0“, aber dann doch auch wieder ganz anders. Es geht darum, gemeinsam, oft aber auch einsam Grenzen zu überwinden, zu sprengen, zu verschieben. Ein Tanzstil, der extrem individuell ist, unter die Haut geht – und mitreißt. Zwischen traditionellem Tanz und Street-Style, Straße und Hochkultur, Barrieren und Zielen. Sehr neu, sehr bemerkenswert, sehr aufwühlend.

On-Demand ist das Stück verfügbar bis Sa. 22. Mai, 20 Uhr. Karten über die Kartenstelle: www.ruhrfestspiele.de

Der Abend in Datteln

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