Lippe-Deiche

Dorsten: „Ökologische Rasenmäher“

Eine Schafherde grast jetzt bis zum Herbst wieder die Lippe-Deichen in Dorsten ab - so wird der Boden verdichtet und gedüngt. Allerdings droht ein Problem mit anderen Vierbeinern.
Lippe-Schäfer Heinz Hüppe. © Foto: Stefan Diebäcker

500 Schafe sind ab Ende dieser Woche wieder auf den Lippe-Deichen in Dorsten unterwegs. Die Tiere von Schäfer Heinz Hüppe sorgen mit ihren Hufen für eine gute Verdichtung des Deichbodens und dadurch für präventiven Hochwasserschutz sowie mit ihren „Hinterlassenschaften“ für hervorragenden Dünger.

„Die Schafe sind für die Deichpflege sehr wichtig. Der Deich besteht aus mehreren Schichten, vor allem die Rasennarbe wird hier gut verdichtet. Wir möchten auf unsere Schäfer an Emscher und Lippe nicht verzichten“, sagt Anne-Kathrin Lappe, Pressesprecherin des Lippeverbandes. Die Partnerschaft mit Schäfer Hüppe besteht bereits seit mehr als 45 Jahren. „Das ist eine win-win-Situation“, betont Anne-Kathrin Lappe – die Merinoschafe haben Fressen, der Lippeverband erhält „ökologische Rasenmäher“.

Hunde müssen an die Leine genommen werden

Der Verband weist Hundehalter darauf hin, dass sie ihre Vierbeiner auf jeden Fall am Lippe-Deich an die Leine nehmen sollten – wobei Hunde im Naturschutzgebiet ohnehin nicht unangeleint laufen dürfen. Zum einen kann bei den Hunden der Jagdinstinkt durchkommen, nicht angeleinte Tiere könnten die Schafe hetzen. Zum anderen kann der Hundekot für die Schafe gefährlich sein, da die im Kot vorhandenen Viren bei Schafen Erkrankungen auslösen können.

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