Großeinsatz der Polizei

Polizei nennt weitere Details nach Raubüberfall auf Taxi – Täterduo flüchtet durch die Emscher

Nach einem spektakulären Raubüberfall an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen/Herne hat die Polizei am Samstag (24.9.) weitere Details zur Tat veröffentlicht. Das Täterduo ist in Haft.
Streifenwagen mit Blaulicht bei Dunkelheit
Zu einem Großeinsatz an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen/Herne rückte die Polizei aus. (Symbolbild) © Monika Skolimowska

Update, Samstag (24.9.), 12.45 Uhr:

Eine Frau aus Herne und ein Mann aus Recklinghausen (beide 41 Jahre alt) hatten am Freitagabend in einem Taxi zunächst den Fahrer bedroht und waren danach auf spektakuläre Art und Weise geflüchtet. Dabei griffen sie auch Unbeteiligte an.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bochum wird der Recklinghäuser noch am Samstag einem Haftrichter beim Amtsgericht Recklinghausen – mit dem Ziel der Untersuchungshaft – vorgeführt, so die Polizei RE. Bei ihm ergaben sich auch erste Hinweise auf den Konsum von Drogen. Die Hernerin wurde aufgrund zweier bereits bestehender Haftbefehle einer Justizvollzugsanstalt (JVA) überstellt.

Bei den zwei leicht Verletzten handelt es sich um einen 61-jährigen Taxifahrer aus Recklinghausen und einen 47-jährigen Bahnmitarbeiter aus Gelsenkirchen.

Der erste Notruf erreichte die Polizeileitstelle am Freitagabend gegen 17.30 Uhr. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Ursprüngliche Meldung von Freitag (23.9.), 21.24 Uhr:

Nachdem ein Pärchen am Freitagabend versucht hatte, einen Taxifahrer in Herten auszurauben, flüchtete das Duo durch die Emscher und über die Bahngleise in ein Stellwerksgebäude auf Herner Gebiet. Neben Polizeikräften aus Bochum und Recklinghausen war auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Fahrgast zieht plötzlich ein Messer

So schildert Polizei-Sprecherin Corinna Kutschke den Hergang. Der Taxifahrer transportierte die beiden Täter durch Herten-Süd in Richtung Herne, als sie bezüglich der Bezahlung in Streit gerieten. In Höhe der Ecke Cranger Straße/Im Emscherbruch an der Stadtgrenze Herten/RE bedrohte der Mann den Fahrer plötzlich mit einem Messer. Der Fahrer stoppte das Auto. Es gelang ihm, auszusteigen. Der Mann und die Frau verließen ebenfalls das Taxi und liefen nach Osten in Richtung Ewaldstraße davon, nachdem sie vergeblich versucht hatten, eigenständig mit dem Wagen davonzufahren. Sie konnten ihn nicht starten. Der Taxifahrer alarmierte umgehend die Polizei.

Pärchen schwimmt durch die Emscher und versteckt sich

Anschließend flüchteten die beiden in Richtung Emscher, stiegen ins Wasser und schwammen ans andere Ufer. In Herne kamen sie wieder an Land, liefen über Bahngleise zu einem Stellwerksgebäude an der Straße „Am Westhafen“ und gingen hinein. Die Besatzung des Polizei-Hubschraubers beobachtete die beiden dabei.

Täter bedroht Bahn-Mitarbeiter im Stellwerk

Im Gebäude trafen die Täter auf zwei Mitarbeiter der Bahn. Der Mann bedrohte einen der Bahn-Angestellten mit einem Messer und forderte ihn auf, ihm seine Autoschlüssel auszuhändigen. Der Mitarbeiter kam der Aufforderung jedoch nicht nach, weshalb es zu einer kurzen Schlägerei zwischen ihnen kam.


Danach flüchtete das Paar nach draußen und erneut über die Gleise. Während sie kurz daraufhin versuchten, die Scheiben eines geparkten Autos einzuschlagen, näherten sich die ersten Polizeibeamten und nahmen die beiden Tatverdächtigen fest. Das Messer fanden die Beamten und stellten es sicher.

Täter aus RE und Herne – Frau wurde bereits gesucht

Bei den Festgenommenen handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen 41-jährigen Recklinghäuser und eine ebenfalls 41-jährige Hernerin. Bei einer Überprüfung der Frau wurde festgestellt, dass gegen sie zwei Haftbefehle vorliegen.

Rettungsdienst versorgt drei Verletzte

Sowohl der Taxifahrer als auch der Bahnmitarbeiter erlitten leichte Verletzungen. Gleiches gilt für den festgenommenen Recklinghäuser. Rettungskräfte versorgten die Verletzten jeweils vor Ort.
Die Ermittler der Kripo haben die weitere Bearbeitung übernommen. Die Ermittlungen dauern an.

(Anm. der Redaktion: Fälschlicherweise war in der Ursprungsmeldung das Alter der Täterin mit 32 angegeben worden. Wir haben dies entsprechend korrigiert)

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