Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt

Hertener Schüler schlagen Brücke vom Volkstrauertag zur Corona-Pandemie

Hunderte Menschen versammelten sich am Sonntagvormittag in Herten-Mitte und in Westerholt, um an die Opfer von Krieg und Gewalt, von Terrorismus und politischer Verfolgung zu erinnern.
Mehr als 100 Menschen gedachten am Voklstrauertag auf dem Margarete-Stein-Platz der Opfer von Krieg und Gewalt, aber auch von Terrorismus und politischer Verfolgung. © Daniel Maiß

In Herten fanden zum Volkstrauertag erneut zwei Veranstaltungen statt, in Herten-Mitte am Margarete-Stein-Platz und in Westerholt am Ehrenmal an der Kolpingstraße. Der Fokus lag in diesem Jahr auf dem Thema „75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges“.

Hertens Bürgermeister Matthias Müller begrüßte in seiner Eröffnungsrede vor allem auch die Gäste aus Frankreich, die wegen des 15. Geburtstags der Arras-Freunde Herten aus Hertens Partnerstadt angereist waren. Arnaud Michel, Mitglied der Delegation aus Frankreich, legte gemeinsam mit Bürgermeister Müller einen Kranz nieder.

Hertens Bürgermeister Matthias Müller begrüßte in seiner Eröffnungsrede vor allem auch die Gäste aus Frankreich, die wegen des 15. Geburtstags der Arras-Freunde Herten aus Hertens Partnerstadt angereist waren.
Hertens Bürgermeister Matthias Müller begrüßte in seiner Eröffnungsrede vor allem auch die Gäste aus Frankreich, die wegen des 15. Geburtstags der Arras-Freunde Herten aus Hertens Partnerstadt angereist waren. © Daniel Maiß © Daniel Maiß

„Was bedeutet Trauer für uns und worüber trauern wir?“, fragten dann Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule und gaben sehr unterschiedliche Antworten. Sie betonten aber auch, dass es wichtig sei, Hoffnung zu haben. Zum Beispiel, dass man das Coronavirus so weit eindämmen könne, dass ein normales Leben wieder möglich ist.

Satilmis Kulak von der muslimischen Ditib-Gemeinde Herten-Langenbochum stimmte im Anschluss ein Friedensgebet an und übersetzte Verse aus dem Koran ins Deutsche.

Satilmis Kulak von der Ditib-Gemeinde Herten-Langenbochum stimmte im Anschluss ein Friedensgebet an und übersetzte Verse aus dem Koran ins Deutsche.
Satilmis Kulak von der Ditib-Gemeinde Herten-Langenbochum stimmte im Anschluss ein Friedensgebet an und übersetzte Verse aus dem Koran ins Deutsche. © Daniel Maiß © Daniel Maiß

Es folgten Beiträge der Rosa-Parks-Schule, der Arras-Freunde, des VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten) und der ökumenischen Friedensbewegung Pax Christi Herten. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Mirja Henkel und Rudi Rautenberger.

Den Abschluss bildete die gemeinsame Kranzniederlegung mit Bürgermeister Müller und Peter Ziegel vom Ortsverband Herten des Sozialverbands VdK, der 1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e.V.“ gegründet worden war.

In Westerholt wiederum traf man sich praktisch im Anschluss an die Veranstaltung auf dem Margarete-Stein-Platz auf dem Marktplatz in Westerholt. Von dort ging es zur Kranzniederlegung zum Ehrenmal.

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