Kommentar

Chance darf jetzt nicht verschlafen werden

Die Stadt muss dringend mehr Gas geben, um im Kampf gegen die Leerstände vom Landes-Sofortprogramm zur Stärkung von Innenstadt und Zentren zu profitieren.
Tina Brambrink © Kristina Schröder

Ein Kommentar zum Text „Die ersten Leerstände sind verschwunden“:

Dass sechs Leerstände im Hertener Stadtgebiet in Kürze Geschichte sind, ist zweifelsfrei eine gute Nachricht. Wer mit offenen Augen über die Bahnhofstraße in Westerholt oder durch die Innenstadt schlendert, trifft auf viele verwaiste Ladenlokale und trostlose Ecken.

Da kommt das Landes-Sofortprogramm doch wie gerufen! Aber während andere Städte in der Nachbarschaft aufgrund der positiven Effekte bereits einen zweiten Förderbescheid erhalten haben, hakt es in Herten.

Weil die Bestrebungen, interessierte Immobilienbesitzer bzw. potenzielle neue Mieter für das Förderprogramm zu finden, stagnieren, soll in Kürze eine neue Kampagne gestartet werden. Warum erst jetzt? Fragt man sich. Dieses wichtige Thema sollte permanent Priorität haben. Denn die Zeit drängt.

Schon im Herbst beginnt die dritte Förderphase des Programms. Die Städte können sich bereits mit neuen Projekten anmelden. Diese Chance darf nicht verschlafen werden. Stadtplaner, Wirtschaftsförderer, Architekten, Unternehmensberater, kurz: Mann und Maus müssen jetzt Hand in Hand arbeiten und Überzeugungsarbeit leisten, um dieses wichtige Thema weiter zu forcieren. Schließlich stehen auch die Chancen gut, dass die temporäre Vermietung in einen Dauer-Vertrag mündet.

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