Meinung

Pommes in der Einweg-Schale – ja und?!

Verpackungsmüll vermeiden und Pommes in der Tupperdose mitnehmen - in der Theorie klingt das gut. Aber es wird den Klimawandel nicht stoppen, meint unsere Autorin. Etwas anderes hingegen schon.
Die Frage nach der Verpackung an der Pommesbude ist wichtig, aber es gibt relevantere Baustellen.
Die Frage nach der Verpackung an der Pommesbude ist wichtig, aber es gibt relevantere Baustellen. © picture alliance/dpa

Der Umwelt- und Klimaschutz ist mittlerweile in den meisten Köpfen angekommen. Lieber Öffis statt Auto. Urlaub um die Ecke statt Überseereisen mit langen Flugstrecken. Bei Biano in der Halterner Innenstadt kommt es sogar oftmals vor, dass die Kunden ihre eigene Box für das Essen To Go mitnehmen.

Ein Lob an alle, die auch beim Essen auf unnötigen Verpackungsmüll verzichten. Nur hier kommt das kleine Aber: Wer keine Tupperdose dabei hat, der sollte nicht auf die Pommes an der Imbissbude verzichten müssen! Es gibt deutlich größere Baustellen der Klimakrise.

Die meisten CO₂-Emissionen kommen nach wie vor aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Auch die Landwirtschaft hat großen Anteil an der Freisetzung klimaschädlicher Gase. Butter, Rindfleisch, Käse und Sahne sind die Top-Klimakiller.

Ab Januar 2023 kommt ein neues Verpackungsgesetz

In wenigen Monaten ist die Fragestellung „Kann ich meine Pommes in meiner eigenen Tupperdose mitnehmen?“ sowieso hinfällig. Ab dem 1. Januar 2023 greift das neue Verpackungsgesetz. Einweg ade, hallo Mehrweg!

Und spätestens dann sollte sich jeder Gedanken darüber machen, wie sie und er das Klima schützen können – abgesehen von der Pommes in der Tupperdose. Zum Beispiel das Auto wieder einmal öfter stehen lassen.

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