Welttoilettentag

Lippeverband reinigt in Haltern 3,7 Millionen Kubikmeter Abwasser

Heute ist Welttoilettentag. Der Lippeverband nimmt das zum Anlass und klärt über die Mengen des gereinigten Abwassers auf. Und er gibt Empfehlungen, was auf keinen Fall im Wasser entsorgt werden darf.
In der Kläranlage Haltern wurden im vergangenen Jahr 3.525.823 Kubikmeter Abwasser gereinigt. © Jessica Will

In den Kläranlagen des Lippeverbands sind im vergangenen Jahr auf dem Stadtgebiet Halterns insgesamt 3.688.340 Kubikmeter Abwasser (2019: 3.580.034) gereinigt worden. Das hat der Lippeverband anlässlich des Welttoilettentags am Freitag (19. November) mitgeteilt.

„Auch wenn es komisch klingen mag: Die meisten Berührungspunkte mit unserer Arbeit haben die Menschen auch in diesem Jahr wieder über ihre Klospülung“, erklärte der Verband.

„Die Abwasserwirtschaft spielt in der öffentlichen Daseinsvorsorge eine große Rolle“, sagte Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Als öffentlich-rechtliches Unternehmen werde ohne Gewinnorientierung und im Interesse des Gemeinwohls gehandelt, hieß es.

Kläranlagen in Haltern und Hullern

In der Kläranlage Haltern-West wurden demnach im Jahr 2020 insgesamt 3.525.823 Kubikmeter Abwasser (2019: 3.441.891) gereinigt, in der Kläranlage Haltern-Hullern waren es 162.517 Kubikmeter (138.143).

Keine Medikamente und Hygieneartikel im Wasser entsorgen

Der Lippeverband nutzt den Welttoilettentag, um darauf hinzuweisen, was alles nicht in der Toilette entsorgt werden darf. Dazu gehören neben Hygieneartikeln unter anderem auch Altmedikamente. Die sogenannten Spurenstoffe können auch in modernen Kläranlagen nicht restlos herausgefiltert werden, sie belasten daher die Gewässer und schädigen die Fauna in den Bächen und Flüssen. In Essen führte die Emschergenossenschaft, die „Schwester“ des Lippeverbandes, daher die Sensibilisierungskampagne „Essen macht’s klar“ durch. Die Bevölkerung wurde dadurch darauf aufmerksam gemacht, dass nicht verbrauchte Medikamente in den regulären Hausmüll gehören – denn dieser wird verbrannt, die Kläranlagen bleiben verschont!

Die Kampagne „Essen macht’s klar“ gilt als Modellprojekt. Denkbar ist, dass sie später auch auf andere Städte, wie etwa Haltern, übertragen wird. Aktuell ist die Kampagne beispielsweise in Nordkirchen angelaufen.

Der Welttoilettentag

Der Welttoilettentag wurde erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Von den Vereinten Nationen wird der Vorschlag, den 19. November zum regelmäßigen Jahrestag zu machen, mitgetragen.

Der Lippeverband

  • In Haltern am See betreibt der Lippeverband zwei Kläranlagen, 14 Pumpwerke und sieben Sonderbauwerke wie Hochwasser- oder Regenrückhaltebecken.
  • Außerdem unterhält der Verband in Haltern rund 20,9 Kilometer Wasserläufe, wovon rund 18,4 Kilometer zur Lippe zählen.
  • Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt.
  • Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe.
  • Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe.

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