Friedens-Demonstration

Ostermarsch gegen Ukraine-Krieg – Polizei stellt sich auf viele Teilnehmer ein

Am Ostermontag kommt der Ostermarsch Rhein/Ruhr in Dortmund an. Der Protest der Friedensbewegung steht in diesem Jahr im Zeichen des Ukraine-Krieges. Die Polizei bereitet sich darauf vor.
Wie in jedem Jahr ziehen Friedensaktivisten mit ihrem Ostermarsch durch die Dortmunder Innenstadt. In diesem Jahr steht der Protest ganz im Zeichen des Ukraine-Kriegs. Das Foto zeigt den Ostermarsch aus dem Jahr 2015.
Wie in jedem Jahr ziehen Friedensaktivisten beim Ostermarsch durch die Dortmunder Innenstadt. In diesem Jahr steht der Protest ganz im Zeichen des Ukraine-Kriegs. Das Foto zeigt den Ostermarsch aus dem Jahr 2015. © Oliver Schaper (Archiv)

Frieden ist das Kernthema des alljährlichen Ostermarsches Rhein/Ruhr. In Europa wurde dieser Ende Februar mit dem russischen Angriff auf die Ukraine gebrochen. Der Krieg wird deshalb in diesem Jahr im Mittelpunkt des Protests stehen.

Mit der Forderung „Ukraine-Krieg beenden! Eskalationsspirale durchbrechen – Atom- und Hochrüstung stoppen – Klima schützen“ ziehen Friedensaktivisten vom 16. bis 18. April durch verschiedene Städte des Rhein- und Ruhrgebiets. Am Ostermontag endet der Marsch auf dem Hansaplatz in Dortmund.

Forderungen nach Kriegsende und Zeichen gegen rechte Gewalt

Ab 15 Uhr werden dort die beiden Bundestagsabgeordneten der Linken Andrej Hunko und Kathrin Vogler auf der Bühne stehen. Sie sprechen zum einen zur aktuellen Forderung nach Beendigung des Ukraine-Krieges und zum anderen über den Zusammenhang von Frieden und Klimaschutz, heißt es in einer Pressemitteilung des Bündnisses.

Zuvor wird es auf um 12.30 Uhr eine ökumenische Friedensandacht auf dem Dorstfelder Wilhelmplatz geben. Zum Auftakt des Demonstrationszuges wollen die Friedensaktivisten auf dem Platz, den Neonazis immer wieder für sich proklamieren, ein Zeichen gegen rechte Gewalt und für Antifaschismus zu setzen.

Route durch die Nordstadt

Nach Angaben der Polizei geht es dann durch die Nordstadt bis zum Hansaplatz. Die Demonstration ist mit 700 Teilnehmenden angemeldet. „Aufgrund der Dramatik in der Ukraine können wir aber nicht ausschließen, dass sich noch mehr Menschen anschließen“, teilt Polizeisprecherin Kristian Purschke mit.

Am Friedensmarsch beteiligen sich Akteure von der Friedensbewegung, verschiedenen Organisationen, Gewerkschaften, Kirchen und der Antifa-Bewegung.

  • Der Ostermarsch Rhein/Ruhr startet mit Aktionen am Ostersamstag in Duisburg, Köln und dem Tagesabschluss in Düsseldorf.
  • Die zweite Tagesetappe am Ostersonntag führt als Fahrradkorso von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne nach Bochum.
  • Die dritte Etappe startet dann am Ostermontag in Dortmund.

Auf allen Etappen fordern die Protestierende: „Den Ukraine-Krieg beenden, so schnell wie möglich! Verhandeln statt schießen ist dazu der richtige Weg.“ Den Überfall auf die Ukraine verurteilt das Komitee des Ostermarsches.

Kritik am Sondervermögen für die Bundeswehr

Die Aufrüstung der Bundeswehr, das geplante Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr und die Erhöhung des Militärhaushaltes lehnen die Ostermarsch-Organisatoren als Schritt in die falsche Richtung ab. Geld, das in Aufrüstung gesteckt wird, fehle für den dringend notwendigen sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft.

Aufgrund der Corona-Pandemie bitten die Veranstaltenden um das Tragen einer Maske und das Einhalten von Abständen.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.