Einsatz in Dortmund

Nächtliches Hupkonzert auf dem Wall – Polizei kontrolliert 100 Personen

Mitten in der Nacht bildeten sich am frühen Sonntagmorgen Staus auf dem Wall in Dortmund. Hupkonzerte hielten Anwohner wach, offenbar ist jemand mit 96 km/h am U-Turm vorbeigerast.
Die Polizei hat jede Menge Autofahrer kontrolliert, die nachts auf dem Wall für Lärmbelästigungen gesorgt haben sollen. © Oliver Schaper (Archiv)

Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag (16.1.) einen Kontrolleinsatz zur Bekämpfung der Raserszene in Dortmund durchgeführt. Im Fokus der Einsatzkräfte: der Wall, der Hafen, aber auch der Bereich des Phoenix-Sees sowie das Gelände Phoenix-West.

Allein auf dem Wall stellten die Beamten in den späten Abendstunden mehrere hundert Fahrzeuge fest, die sie der Raser- und illegalen Tuningszene zurechneten, heißt es. Insgesamt seien an den Örtlichkeiten 65 Fahrzeuge und 100 Personen kontrolliert worden.

Neben vier Platzverweisen wurden auch 19 Verwarngelder ausgesprochen – unter anderem wegen zu hoher Geschwindigkeit, Missachtung der Gurtpflicht oder Erlöschen der Betriebserlaubnis. Die Einsatzkräfte schrieben zudem 16 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, unter anderem Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung und Vorfahrtverstößen.

Beschwerden der Anwohner

Um 3 Uhr nachts seien die Kontrollen beendet gewesen. Zwischenzeitlich staute sich der Verkehr auf dem Wall, laut Polizei wegen der Baustellen und dadurch bedingten Fahrspursperrungen. In der Nacht habe es mehrere Anwohner-Beschwerden über Lärmbelästigung gegeben.

Auf Instagram ist ein Video eines lautstarken Hupkonzertes mehrerer Autos im Stau zu sehen. Außerdem hat sich jemand gefilmt, wessen Tacho 96 km/h auf der Brinkhoffstraße zwischen U-Turm und Schützenstraße zeigt. Wann die Videos entstanden sind, ist nicht sicher bekannt – sie sind aber in der Nacht zu Sonntag hochgeladen worden.

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