Hausbau in Dortmund (17)

Lisa und Chris: „Veränderungen am Grundriss können teuer werden“

Warum die Ziegelsteine ihres Rohbaus innen hohl sind und man sich beim Grundriss ganz sicher sein sollte, verrät das Hausbauer-Paar Lisa König (30) und Chris Kremer (31) im neuen Video-Blog.
Der Rohbau von Lisa und Chris in Dortmund wird aus Ziegelsteinen gemauert, die innen Hohlkammern haben. Sie haben sich damit beschäftigt und verraten, was es damit auf sich hat.
Der Rohbau von Lisa und Chris wird aus Ziegelsteinen gemauert, die innen Hohlkammern haben. Sie haben sich damit beschäftigt und verraten, was es damit auf sich hat. © Stephan Schütze

Stein auf Stein wird gerade das erste Obergeschoss gemauert und das Bad, die Büroräume und das Schlafzimmer nehmen schon Gestalt an. Während der Rohbau wächst, schauen sich die Häuslebauer Lisa König (30) und Chris Kremer (31) die Baumaterialen mal genauer an.

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Die Hülle ihres künftigen Eigenheims an der Heitkampstraße in Brechten besteht aus richtig dicken, etwa 30 Zentimeter breiten Ziegelsteinen, die durch Dünnbettmörtel zusammen gehalten werden. Genau handelt es sich um unverfüllte Planziegel mit kapillarer Ziegelstruktur, so Chris Kremer, die bei Innenwänden und auch bei Außenwandkonstruktionen verwendet werden.

„Diese Steine haben im Inneren einen Hohlraum, den wir auch hätten verfüllen lassen können. Wir haben uns aber dagegen entschieden, weil wir niemanden gesprochen haben, der uns dazu geraten hat. Alle haben gesagt, dass der Stein so ausreicht“, sagt Chris Kremer. „Und weil wir ohne KfW-Fördermittel bauen, müssen wir bei der Frage der Dämmung auch keine Förderrichtlinien beachten. Wir sind frei in unserer Entscheidung.“

Trockenbauwände gibt es im neuen Zuhause nicht

KfW steht für die Kreditanstalt für Wiederaufbau, deren Fördergelder eine Immobilienfinanzierung vor allem dann erleichtern, wenn, wenn das neue Zuhause wenig Energie verbrauchen soll.

Im Inneren der Doppelhaushälfte von Lisa und Chris werden dünnere Steine, so genannte Gitterziegel verbaut. „Auf Trockenbauwände verzichten wir ganz“, sagt Chris, „weil wir durch die gemauerten Wände im Haus eine bessere Wärme- und Schallisolierung haben.“

Wichtig dabei sei aber, so betont der Bauherr, dass die Raumaufteilung bei Baubeginn genau feststehe. „Nach dem Grundriss wird die Statik genau berechnet. Das sind in einem Ordner, den ich hier habe, etwa 80 Seiten. Will man die Innenwände in der Bauphase doch noch anders mauern lassen, muss die Statik neu berechnet werden. Und das ist teuer“, so Chris Kremer.

Dämmmaterial trennt die Doppelhaushälften

Lisa zeigt an dem Punkt, an dem die Terrassen der Doppelhaushälften aneinander liegen, dass die beiden Haushälften durch eine dicke Dämmmaterial-Schicht voneinander getrennt sind. Die beiden Hälften sind nicht zusammenhängend, auch die Bodenplatte ist geteilt.

Zügig wird auch im ersten Obergeschoss, in dem ein großes Bad, zwei Büros und ein Schlafzimmer geplant sind, mit diesen Ziegelsteinen gemauert. Die Zwischendecke zum Dachgeschoss ist dann der nächste Bauschritt. © Peter Wulle

„Der Schallschutz wird durch das Dämmmaterial verstärkt, sodass wir nichts von den Partys der Nachbarn mitbekommen – und die nichts von unseren“, sagt Lisa. Auf die Außenwände kommt am Ende ein Putz mit selbstreinigendem Lotusanstrich. Die Fassadenfarbe hat einen Lotuseffekt. Das heißt, sie ist stark wasserabweisend.

Alle Folgen des Video-Blogs sowie Service rund um Immobilien und Eigenheim finden Sie auf der Übersichtsseite „Unser Traum vom Eigenheim“ von Ruhr Nachrichten | Hellweger Anzeiger | Dorstener Zeitung | Halterner Zeitung.

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