Kommunalpolitik

Eine Frau führt jetzt den AfD-Stadtverband in Dorsten

Nach seinem Austritt aus der Ratsfraktion ist der ehemalige Bürgermeisterkandidat Marco Bühne auch nicht mehr Parteichef der AfD in Dorsten. Seine Nachfolgerin ist weitestgehend unbekannt.
Simone Paulsen (3.v.l.) führt jetzt den AfD-Stadtverband in Dorsten. Mit im Bild (v.l.): der zweite Vorsitzende Bernd Oesing, die Beisitzer Werner Hein, Holger Graf und Andrea Wagner sowie Lutz Wagner, Sprecher des AfD-Kreisverbandes. © privat

Jünger und weiblicher – so beschreibt der AfD-Stadtverband in Dorsten seinen neuen Vorstand. Das erinnert stark an die SPD unter der Regie von Jennifer Schug, die in ihrer Amtszeit gleichlautende Ziele propagierte.

Mit Simone Paulsen hat die AfD ein politisch bislang unbeschriebenes Blatt an die Spitze gewählt. Sie wird derzeit als Assistentin der Ratsfraktion geführt. Der bisherige Parteichef und frühere Bürgermeisterkandidat Marco Bühne hatte nach Parteiangaben nicht mehr kandidiert. Ende Juni war Bühne aus der Ratsfraktion ausgeschieden, bleibt aber als „Einzelkämpfer“ im Stadtrat.

Die Liste der möglichen Nachfolger war offenbar spärlich. Die AfD listet in einer Mitteilung selbst auf: „Heribert Leineweber konzentriert sich auf die umfangreichen Aufgaben im Stadtrat und im Kreistag. Lutz Wagner kandidiert als Direkt- und Listenkandidat für den Bundestag, ist Kreistagsmitglied und führt den AfD-Kreisverband Recklinghausen.“

Also fiel die Wahl auf Simone Paulsen, die gerade umzieht und deshalb für Nachfragen zunächst nicht zur Verfügung stand. Bekannt ist: Sie ist 42 Jahre alt und verwitwet, Hausfrau und lebt mit vier Kindern in Rhade. Ihr Stellvertreter ist Ratsmitglied Bernd Oesing, Beisitzer sind Holger Graf, Werner Hein und Andrea Wagner.

Der AfD-Stadtverband Dorsten war vor knapp drei Jahren gegründet worden.

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