Bundestagswahl

Wahl-Ergebnis: Datteln bleibt SPD-Hochburg – Pleite für die Linke

Die Wahl der Dattelner, wer den Wahlkreis 122 im Bundestag vertreten soll, fiel eindeutig auf SPD-Kandidat Brian Nickholz. Die Linken sind auch in der Kanalstadt die großen Verlierer.
In Datteln sind alle Stimmen ausgezählt: Die SPD geht als Sieger der Bundestagswahl hervor. © Hollenhorst

Das Ergebnis ist eindeutig: SPD-Kandidat Brian Nickholz aus Marl setzt sich mit 37,52 Prozent der Wähler-Stimmen im Rennen um den Einzug in den Deutschen Bundestag gegen CDU-Kontrahent Lars Ehm (27,81) durch. Der Oer-Erkenschwicker Chef der Christdemokraten sammelte erwartungsgemäß in Ahsen und Horneburg sowie den dazugehörigen Briefwahlbezirken die meisten Stimmen – mit 50,4 Prozent gaben sogar mehr als die Hälfte der Ahsener Briefwähler ihre Stimme für Lars Ehm ab. Darüber hinaus ging Ehm aber nur noch im Wahlbezirk 2.1 (Wolfhelm Gesamtschule) sowie den Briefwahlbezirken 1 und 3 als Sieger hervor.

Die übrigen 32 Bezirke – inklusive Briefwahlbezirken – gingen allesamt an Wahl-Sieger Nickholz. Teilweise wurde es sehr deutlich im Duell der Sozial- und Christdemokraten. So sicherte sich der SPD-Mann 45,66 Prozent der Stimmen im Wahlbezirk 16 (Böckenheckschule), während Ehm im Dattelner Süden mit 15,90 Prozent sogar hinter AfD-Kandidat Bernard Keber (19,41) auf dem dritten Platz landete. Auch im Bezirk 11 (Comenius-Dependance) konnte sich Ehm (12,60 Prozent) nicht gegen Keber (12,99 Prozent) durchsetzen, während Nickholz 47,64 Prozent der Stimmen für sich beanspruchen durfte.

Als großer Verlierer gehen auch in Datteln die Linken aus der Wahl hervor. Bundestagskandidatin Ulrike Eifler holte nur 3,15 Prozent der Erststimmen, musste sich in manchen Bezirken sogar mit unter zwei Prozent der Stimmen zufriedengeben. Robin Conrad (Grüne) konnte das Rennen um Platz drei hinter SPD und CDU mit 11,00 Prozent gegen AfD-Kandidat Bernard Keber (9,50 Prozent) für sich entscheiden. FDP-Kandidat Robert Heinze kam auf 7,73 Prozent der Stimmen.

Bei den Zweitstimmen sah es für die Liberalen hingegen deutlich besser aus. Hier landete die FDP (9,55 Prozent) denkbar knapp vor der AfD (8,91 Prozent) auf Platz vier. Auch bei den Zweitstimmen ging die SPD mit 36,08 Prozent deutlich als Sieger hervor. Dahinter folgten CDU (24,31 Prozent) und Grüne (10,92 Prozent). Auch bei den Zweitstimmen konnten die Linken nicht deutlich dazugewinnen: 3,23 Prozent der Dattelner Stimmen gingen auf das Konto der Linkspartei.

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