Corona

Vorsichtiger Neustart im Freien: Heimatverein legt wieder los

Länger als ein Jahr hat das Coronavirus auch das Vereinsleben im Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein lahmgelegt. Jetzt soll der Neustart erfolgen – vorsichtig und im Freien.
Theo Beckmann, Vorsitzender des Heimatvereins, lädt zum Auftakt der Vereinsaktivitäten in seinen Garten ein. © ANDREAS KALTHOFF

Licht am Ende des Tunnels sieht Theo Beckmann, Vorsitzender des Plattdeutschen Sprach- und Heimatvereins in Datteln. Diesen vorsichtigen Optimismus schöpft er daraus, dass die Mehrzahl der Vereinsmitglieder zweimal geimpft sind und somit deutlich besser geschützt sind, als noch im vergangenen Jahr. „Unser aller Alltag war in den letzten Monaten sicherlich nicht leicht, voller Einschränkungen, geprägt der Sorge, sich an dem Virus anzustecken und schwer krank werden zu können“, schreibt er an die Vereinsmitglieder.

Doch nach einem Jahr „auf Sparflamme“, wie der Vorsitzende es beschreibt, ist es für seine Vorstandskollegen und ihn das Wichtigste, dass das Vereinsleben schrittweise wieder hochgefahren wird und die geselligen und heimatkundlichen Treffen der Mitglieder wieder stattfinden können. Und schlussendlich soll auch wieder Leben zurück in den Saal des Dorfschultenhofes an der Genthiner Straße kehren. „Auch wenn dabei in den kommenden Wochen und Monaten auf die notwendigen Hygienemaßnahmen vor allem bei Veranstaltungen in Innenräumen geachtet werden muss“, schreibt Beckmann an die Mitglieder.

Der vorsichtige Neustart soll aber trotz derzeit noch niedriger Inzidenzwerte mit drei Außenveranstaltungen gewagt werden, anstatt direkt in geschlossene Räume zu gehen. Den Anfang macht der Vorsitzende Theo Beckmann selbst, indem er die Mitglieder am 14. August ab 15.30 Uhr zu einem geselligen Nachmittag in seinen Garten einlädt.

Radtour zur Zeche Zollern in Dortmund

Einen Tag später, am 15. August, wird eine lange Heimatverein-Tradition fortgeführt. Am letzten Sonntag der Sommerferien wird stets eine Radtour angeboten. Um 10.30 Uhr startet die Tour vom Parkplatz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik an der Herdieckstraße. Als Ziel haben sich die Verantwortlichen die Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen ausgeguckt. Denn dort wird die Ausstellung „Die Zukunft im Blick“ besucht, bei der Fotografien aus dem Bilderarchiv des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zu sehen sind.

Anlass für die Ausstellung ist das 100-jährige Bestehen des Regionalverbandes. Mehr als 250 Fotografien in analoger und digitaler Form bieten eine „facettenreiche Auswahl aus dem umfangreichen Bestand des RVR-Bildarchivs“, schreibt Beckmann. Beispiele zu den Themen Mobilität und Versorgung, Wohnen und Arbeiten sowie Kultur und Freizeit würden die Veränderungsprozesse seit der Gründung des damaligen Siedlungsverbandes Ruhrkohlebezirk im Jahr 1920 verdeutlichen, meint Beckmann. Viele Ruhrgebietsthemen seien auch heute noch ungebrochen aktuell.

Auch am „Tag des offenen Denkmals“ am 12. September bietet der Heimatverein eine Radtour an. Ab 11 Uhr geht es vom Dorfschultenhof unter anderem zur Freiheit Horneburg inklusive Besichtigung der Alten Pfarrkirche.

Der Abend in Datteln

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