Energiepolitik

Uniper-Chef: Früheres Aus von Datteln 4 ist eine Frage des Geldes

Klaus-Dieter Maubach ist seit Ende März im Amt. Er kündigt an, dass er die Entscheidung seiner Vorgänger, das Kohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen, aber nicht kurzfristig revidieren werde.
Am Sonntag demonstrieren Klimaaktivisten wieder am Kraftwerk Datteln 4. © Jörg Gutzeit

Der Chef des Energiekonzerns Uniper, Klaus-Dieter Maubach, hält einen früheren Kohleausstieg und das damit verbundene Abschalten von Datteln 4 für möglich. Wenn eine Bundesregierung sagt, dass sie über den Kohleausstieg noch mal neu sprechen wolle, dann sei das Unternehmen bereit, darüber zu sprechen, sagte der Manager, der seit März im Amt ist, in einem Interview mit dem Handelsblatt. Dies sei aber eine Frage der Kompensation, sprich: wie viel Geld die Bundesregierung Uniper dafür zahlen würde.

Uniper verweist auf bestehende Verträge

Maubach kündigte in dem Gespräch aber auch an, dass er den Beschluss seiner Vorgänger, das umstrittene Kohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen, nicht revidieren werde. Es sei „nahezu vollständig an unsere Kunden vermarktet. Wir haben langfristige Verträge geschlossen und damit langfristige Verpflichtungen. Das Kohleausstiegsdatum ist spätestens das Jahr 2038. Unsere Verpflichtungen, den Strom auch zu liefern, werden wir einhalten“, unterstrich der Manager im Gespräch.

Das Foto aus dem Jahr 2008 zeigt Klaus-Dieter Maubach bei seiner Tätigkeit bei Eon. © picture-alliance/ dpa © picture-alliance/ dpa

Zunächst aber mache er sich darüber Gedanken, was bis 2030 ist. Maubach möchte bis 2030 die CO2-Emissionen von Uniper halbieren. In dieser Kalkulation sei Datteln 4 ein wichtiges Kraftwerk, was nach wie vor CO2 emittieren werde: „Es ist das jüngste und effizienteste Steinkohlekraftwerk und wird daher sinnvollerweise als letztes vom Netz gehen.“

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