Hafenstraße

Post-Partnerfiliale noch im Umbau: Viel Betrieb zur Wiederöffnung

Es war ein fliegender Wechsel an der Hafenstraße: Am Dienstagnachmittag übernahm die neue Partnerfiliale die Post-Geschäfte. Umbaumaßnahmen erschweren den Einstieg dabei etwas.
An der Hafenstraße hat die neue Post-Partnerfiliale eröffnet, in der Nicole Karge (r.) und Bettina Ehmann die Kunden bedienen. © Meike Holz

Etwas verdutzt blickten einige Post-Kunden an der Hafenstraße am Dienstagnachmittag, als sie vor dem Ladenlokal standen. Der übliche Gang geradeaus durch die elektrische Schiebetür und dann rechts in die Post-Filiale blieb ihnen verwehrt. Nicht alle hatten von der Schließung und der Übernahme von der Partnerfiliale gehört. Der informierte Rest wunderte sich, dass die neue Lösung in Form einer Lotto-Annahmestelle mit Zeitschriften-, Getränke und BVB-Fanartikelverkauf nebst den gewohnten Post-Dienstleistungen nicht in den gewohnten Räumlichkeiten zu finden ist.

Post im Umbau: Im Juli sollen die gewohnten Räume bezogen werden

„Wir sind noch im Umbau“, sagt Nadine Karge (38). Während dieser Maßnahmen hat sie sich im Bereich der Post-Schließfächer niedergelassen. Dafür mussten die Kunden geradeaus an der verschlossenen Tür des eigentlichen Post-Standortes vorbeigehen. Mitte Juli rechnet Nadine Karge damit, endlich auch in die gewohnten Räume einkehren zu können. „Die Möbel sind schon angeliefert worden, ich war bereits in der vergangenen Woche öfter hier“, sagt sie.

Konzept wird seit sechs Jahren erfolgreich in Castrop-Rauxel betrieben

Das Konzept ist für die 38-Jährige nicht neu. Sie betreibt es seit sechs Jahren in einem Edeka-Markt in Castrop-Rauxel – erfolgreich wie sie sagt. Das Konzept der Partnerfilialen stammt dabei von der Post. Das Unternehmen zieht sich immer weiter von „eigenen“ Standorten zurück und überlässt ihre angebotenen Dienstleistungen anderen Einzelhändlern.

Den Aufschrei aus Datteln, der nach Bekanntwerden des Post-Rückzuges laut wurde, hat Nadine Karge bis nach Castrop-Rauxel vernommen. Die Dattelner befürchteten einen Qualitätsverlust, wenn die Post-Geschäfte an Einzelhändler irgendwo im Innenstadt-Gebiet ausgelagert werden. Die nun gefundene Lösung, eine Partnerfiliale in den ehemaligen Post-Räumlichkeiten zu eröffnen, hält auch sie für optimal. „Der Standort passt sehr gut, er ist zentral und es gibt Parkplätze vor der Tür“, sagt Karge, „das ist besonders wichtig, weil viele Kunden nur schnell etwas abholen oder abgegeben möchten.“ Alle Post-Dienstleistungen bleiben an der Hafenstraße bestehen.

Bankgeschäfte sind nicht mehr möglich – viele Kunden-Nachfragen

Was sich für die Dattelner ändert sind die Bankgeschäfte der Postbank. „Die Post und die Postbank muss man voneinander getrennt betrachten“, sagt Nadine Karge. Es habe zur Eröffnung natürlich viele Nachfragen gegeben, sagt sie. Weiterhelfen konnte sie den Postbank-Kunden aber nicht. Und so musste eine Frau mit drei Kindern zum Wendemanöver mit ihrem Kinderwagen in der Tür der Filiale ansetzen, als sie davon erfuhr, kein Geld mehr einzahlen zu können. Dass sie dafür nun bis nach Recklinghausen oder Lünen fahren muss, schockierte die junge Mutter kurzzeitig. Da sie aber sowieso nach Recklinghausen müsse, hatte sie sich schnell wieder gefangen und mit der ungünstigen Situation abgefunden.

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