Landgericht Bochum

Nach Auto-Ramm-Einbruch: Fast vier Jahre Haft für Serieneinbrecher

Jetzt hat es auch Bandenmitglied „Nummer sieben“ erwischt: Nach einem Auto-Ramm-Einbruch in ein Dattelner Leihhaus im November 2013 muss ein lange untergetauchter Einbrecher ins Gefängnis.
© Foto: dpa

Mehr als sieben Jahre nach einer Serie von teils spektakulären Diebeszügen in Geschäften in Datteln und Umgebung ist ein weiteres Mitglied (32) einer Profi-Einbrecherbande zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Am 11. November 2013 hatten der Angeklagte und mehrere Komplizen mit einem wenige Tage zuvor gestohlenen Kleinwagen die Schaufensterscheibe eines Leihhauses an der Hohen Straße gerammt, waren so in die Geschäftsräume eingedrungen und hatten (getarnt mit Lochschlitzmasken) groß abgeräumt. Beute: Schmuck im Gesamtwert von 80.000 Euro.

Knapp einen Monat zuvor hatte die Bande schon einmal an der Hohen Straße zugeschlagen und in einer Drogerie Parfüm und Kosmetikartikel im Wert von fast 12.000 Euro erbeutet.

Die vier weiteren Tatorte der Einbruchsserie, um die es im Prozess vor der 10. Strafkammer am Bochumer Landgericht ging, waren eine Lottoannahmestelle, ein Elektronikmarkt, ein Supermarkt und ein Bekleidungsgeschäft in Gelsenkirchen, Mülheim, Dorsten und Bochum. Sechs Mitglieder der Einbrecherbande waren vor Jahren in Bochum zu Haftstrafen von bis zu sechs Jahren verurteilt worden. Der jetzt im Prozess voll geständige Angeklagte war seinerzeit noch flüchtig und wohl im Ausland untergetaucht. Erst im März 2021 konnte er festgenommen werden. Das Urteil lautet auf schweren Bandendiebstahl in sechs Fällen.

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