Wanderung

Mit dem Stadtmarketing auf Wanderschaft

Der Hohe-Mark-Steig verbindet in Datteln die Haard, die Lippeauen und das Dattelner Meer. Und das sind auch die Ziele von drei Wanderungen, zu denen das Stadtmarketing einlädt.
Das Dattelner Stadtmarketing lädt zu drei Eröffnungswanderungen auf den Hohe-Mark-Steig ein. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Der Hohe-Mark-Steig führt über eine Strecke von 150 Kilometern von Wesel nach Olfen: durch dichte Wälder, verträumte Moore und malerische Auen- und Seenlandschaften. In Datteln verbindet der Streckenverlauf das Waldgebiet Haard, die Lippeauen um Haus Vogelsang und das Dattelner Meer. „Diese drei Naturlandschaften möchte das Stadtmarketing der Stadt Datteln gerne gemeinsam mit der VHS Datteln den Bürgerinnen und Bürgern und Gästen bei drei Eröffnungswanderungen präsentieren“, sagt Marielena Limberg, zuständig für Tourismus bei der Stadt Datteln, „wir laden alle ein – egal ob sie jung sind oder alt, an unseren Touren teilzunehmen.“

Zwei erfahrene Wanderführer verpflichtet

Für die Wanderungen konnten zwei Wanderführer gewonnen werden: Wolfgang Ergün ist ausgebildeter Berg- und Wanderführer und als Lehrtrainer, Bergsport und Erlebnispädagoge tätig. Er übernimmt die erste und die zweite Tour. Am 10. Oktober wird Thomas Dörmann die Gruppe leiten. Er ist bekannt durch seinen Wanderblog www.ruhrpottblick.de, begeistert mit seinen Wandererlebnissen auf Instagram über 11.400 Follower und ist Autor des Buches „Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet“. Beide sind Wegepaten des Hohe-Mark-Steigs in Datteln. Und das sind die geplanten Touren:

Start ist am Dorfschultenhof

Tour 1: Wasserlandschaften Datteln, 21. August, 13 Uhr, ab Dorfschultenhof, Streckenlänge der Rundtour: ca. 11 Kilometer, Dauer: ca. 4 Stunden: Vor Beginn der ersten Tour wird Bürgermeister André Dora den Hohe-Mark-Steig auch in Datteln offiziell eröffnen. Mit dem Beginn am Dorfschultenhof erwandern alle Teilnehmer anschließend zunächst einen der gelben Zuwege des Hohe-Mark-Steigs. Vorbei am historischen Rathaus und durch den Höttingpark treffen sie am Kanal auf die Hauptroute. Da die Wasserlandschaften bei diesem Rundweg im Vordergrund stehen, folgt die Tour dem Kanal bis zum Dattelner Meer. Einst auch Schifffahrtsstraße ist die Alte Fahrt, die alle Teilnehmer auf der Wanderung als Nächstes erkunden. Für den Rückweg geht es zur Neuen Fahrt bis die Teilnehmer nach einer ausgiebigen Rast zum Dorfschultenhof zurückkehren.

Teilnehmer werden zu Tierbeobachtern

Tour 2: Ochsen, Störche und Alpakas – Eine Wanderung durch die Lippeauen: 28. August, 14 Uhr, ab Schleuse Datteln; Streckenlänge der Rundtour: ca. 12 Kilometer, Dauer: ca. 4 Stunden: Bei diesem Rundkurs durch die malerischen Lippeauen werden die Teilnehmer zum Tierbeobachter und dabei gibt es jede Menge Spannendes zu entdecken: Wie viele Auerochsen auf der Weide stehen, ob das Storchennest bewohnt ist und was die Alpakas machen. Am Haus Vogelsang angekommen, geht es weiter Richtung Kanal. Die vielen Eindrücke verarbeiten die Wanderer am besten bei einer ausgiebigen Rast zum Abschluss. Diese Tour ist besonders für Familien spannend, sagt das Stadtmarketing.

Wohltuende Waldatmosphäre

Tour 3: Wald- und Wiesentour, 10. Oktober, 11 Uhr, ab Wanderparkplatz „Sportplatz Ahsen“; Streckenlänge der Rundtour: ca. 14 Kilometer / Dauer: ca. 5 Stunden: Diese Rundwanderung führt die Wanderer durch das herrliche Waldgebiet Haard. Dabei genießen die Teilnehmer die wohltuende Waldatmosphäre und erkunden die schöne Landschaft entlang des Hohe-Mark-Steigs. Verschnörkelte Wege auf weichen Waldpfaden bringen die Wanderer an interessanten Wissensstationen vorbei und sorgen sicherlich für den ein oder anderen Aha-Moment. Weiter führt die Wanderung zum Gelände der ehemaligen Ahsener Fischteiche, es gilt, die skurrile Holzkunst am Wegesrand zu entdecken, einen Findling aus der Eiszeit und sogar ein Relikt einer alten Raketenstation. Aber hauptsächlich geht es darum, die wundervollen Momente in der Natur zu genießen. Nach einer ausgiebigen Rast wandern die Teilnehmer die letzten Kilometer durch weitere Wald- und Wiesenabschnitte, bis sie wieder das Ausgangsziel erreichen.

Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Eröffnungswanderungen wartet eine kleine Überraschung, verspricht Marielena Limberg vom Stadtmarketing. Die Teilnahme an den Wanderungen ist kostenfrei. Für die Pausen wird die Gastfreundschaft der heimischen Gastronomie genutzt.

Festes Schuhwerk und witterungsbedingte Kleidung sind ratsam. Die Anzahl der Plätze ist aufgrund der umzusetzenden Hygienemaßnahmen auf 20 begrenzt – es gilt die zum Zeitpunkt der Wanderung gültige Corona-Schutzverordnung.

Anmeldungen sind per E-Mail an stadtinfo@stadt-datteln.de oder telefonisch unter Tel. 02363/107-383 möglich. Bei der Anmeldung wird um folgende Angaben gebeten: Vor- und Nachname, Anschrift und Telefonnummer, unter der die Wanderfreunde am Tag der Wanderung erreichbar sind. Rückfragen zu den Wanderungen werden gerne telefonisch oder per Mail beantwortet.

Symbolische Eröffnung am 16. April

Regierungspräsidentin Dorothee Feller, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Dagmar Beckmann, Geschäftsführerin des Naturparks Hohe Mark, eröffneten am 16. April – Pandemie bedingt ohne rauschendes Fest – symbolisch den Hohe-Mark-Steig.

Die Pandemie gibt dem Hohe-Mark-Steig eine neue Bedeutung. Reisen sind verboten, Treffen in geschlossenen Räumen tabu, Events fallen aus. Wandern vor der Haustür geht immer, Gesellschaft bieten auf dem Hohe Mark Steig tiefe Wälder, traumhafte Panoramablicke und an manchen Orten Wasser so weit das Auge reicht.

Gesamtkosten belaufen sich auf 1,6 Mio. Euro

Das Projekt wurde für den Naturpark Hohe Mark zu 90 Prozent gefördert. Die Gelder stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus dem Landeshaushalt NRW. Zehn Prozent wurden mit Eigenmitteln finanziert. Die Gesamtkosten für das Marketing dieses Wanderweges belaufen sich auf rund 380.000 Euro.

Der Naturpark kooperiert eng mit dem Regionalverband Ruhr (RVR), der die Projektleitung für den Bereich Infrastruktur Hohe-Mark Steig-inne hat. Die Pflege und Unterhaltung des Hohe-Mark-Steigs wird durch den Regionalverband Ruhr für den Zeitraum der Zweckbindungsfrist sichergestellt.

Die Gesamtkosten für den Hohe-Mark-Steig belaufen sich auf 1,6 Mio. Euro.

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