Ex-Bürgermeister Wolfgang Werner steht an der Stelle, wo die „Wasserstadt“ entstehen sollte – mit Blick auf das Kraftwerk Datteln 4. © Martin Pyplatz
Vergessenes Millionen-Projekt

Große Pläne am Kanal: Wie Dattelns Wasserstadt sang- und klanglos unterging

Luxushäuser und Yachthafen sollten am Kanal entstehen, doch heute ist die „Wasserstadt Datteln“ tot - und das 36 Hektar große Ex-Zechenareal ein Wald, der auf benzolverseuchtem Boden steht.

Wer den Mühlenbach an der Heibeckstraße in Datteln überquert, der erwartet Großes. Die Brücke, 2009 erbaut, war 1,8 Millionen Euro teuer – die nackten Zahlen imponieren. Während in Ahsen noch bis 2018 eine marode, knapp 100 Jahre alte Brücke über die Lippe als Tor ins Münsterland herhalten musste, führt diese Brücke über den kleinen Bach aber heute ins Nichts. Der großspurige Name „Tor zur Wasserstadt“ wurde ihr längst aberkannt. Groß ist nur die Fläche dahinter: 36 Hektar Ex-Zechengelände Emscher Lippe 3/4. Hier sollte Luxus am Kanal entstehen. Wenn Ex-Bürgermeister Wolfgang Werner (1999-2014) über diese Brücke geht, wird er immer noch wehmütig.

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Redakteur
Aufgewachsen in Recklinghausen, kennt Dorf- und Stadtleben, ist stets neugierig und seit 2018 in Datteln auf der Suche nach spannenden Geschichten. Zum Studieren nach Duisburg gezogen und den Weg zurück in seine Vest-Heimat gefunden. Handballer seitdem er laufen kann. Berichtet gerne kritisch über Politik und Stadtentwicklung - stets mit offenem Ohr für die Sorgen der Dattelner.
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