Zollkontrolle

Fünf Schwarzarbeiter auf Dattelner Baustelle festgenommen

Bei einer Kontrolle des Hauptzollamtes Dortmund in Datteln sind fünf Männer festgenommen worden. Sie waren illegal beschäftigt und haben zusätzlich keine Aufenthaltsgenehmigung.
Bei einer Zollkontrolle in Datteln wie auf diesem Symbolfoto wurden fünf Männer aus Georgien festgenommen. © picture alliance/dpa

Am Montag, 10. Mai, prüfte eine Einheit der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ des Hauptzollamtes Dortmund die Baustelle eines Bauvorhabens in Datteln. „Wir haben die Kontrolle auf einen anonymen Hinweis hin durchgeführt“, erklärt Zoll-Sprecherin Andrea Münch.

Bauhelfer sind illegal in Deutschland

Unter den angetroffenen Arbeitern befanden sich laut Hauptzollamt fünf Personen mit georgischer Staatsangehörigkeit, die als Bauhelfer beschäftigt wurden. Um einer Beschäftigung nachgehen zu dürfen, benötigen georgische Staatsangehörige einen Aufenthaltstitel, der sie zur Ausübung einer Tätigkeit berechtigt, erklärt der Zoll.

Über einen gültigen Aufenthaltstitel für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland verfügten sie jedoch nicht. Daher nahmen die Zollbeamten die Männer im Alter von 43, 41, 40, 38 und 37 Jahren vorläufig fest. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts eingeleitet. Über den weiteren Verbleib der Männer entscheidet nun die zuständige Ausländerbehörde.

Hohes Strafmaß für Schwarzarbeit

Den Arbeitgeber erwarten Verfahren wegen der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der illegalen Beschäftigung von Arbeitnehmern. „Ihm droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Zusätzlich ist ein Bußgeld bis zu 500.000 Euro möglich“, erklärt Andrea Münch. Die illegale Beschäftigung von Ausländern sei eine besonders bittere Form der Schwarzarbeit. „Die Arbeitnehmer befinden sich in absoluter Abhängigkeit. Sie können ihre Rechte auf Mindestlohn und normale Arbeitsbedingungen kaum selber durchsetzen und haben keine Unfall- und Krankenversicherung“, sagt Münch.

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