Trickbetrüger

„Falsche“ Pflegekräfte: So sind die richtigen Mitarbeiter zu erkennen

Diese Nachricht der Polizei sorgte für Entsetzen in Datteln: Eine 97-jährige Seniorin wurde von einer falschen Pflegekraft ausgeraubt. So ist das richtige Personal zu erkennen.
Neues Personal bei der Caritas wird vor dem Besuch der Patienten angekündigt. © picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Auch Jessica Maaßen, Fachdienstleiterin im Bereich ambulante Pflege der Caritas Ostvest, ist von der neuen Masche der Trickbetrüger schockiert. Sie erklärt, woran ihr Personal zu erkennen ist und wie der „echte“ Pflegedienst nicht vorgeht.

„Grundsätzlich kommen wir nie ohne Terminabsprache von Uhrzeiten oder Tageszeiten“, sagt Maaßen. Das Personal sei an Arbeitskleidung der Caritas, Namensschildern und natürlich am Caritas-Auto zu erkennen.

Neues Personal in der Pflege wird bei der Caritas stets angekündigt

Und am allerwichtigsten: Unbekanntes, neues Personal oder selbst Urlaubs- oder Krankenvertretungen würden niemals ohne vorherige Ankündigung einfach so vor der Tür stehen. „Wir rufen dann vorher an und geben Bescheid, dass jemand kommt, der vorher noch nicht dort war“, sagt Maaßen. Der Pflegedienst komme in der Regel auch nicht zu untypischen Zeiten spontan vorbei, ergänzt sie.

Es sei schon üblich, dass die Hausbesuche in der ambulanten Pflege von drei oder vier Mitarbeitern im Wechsel durchgeführt werden. Schließlich seien es im Gebiet von Ostvest und Haltern am See knapp 1000 zu pflegende Personen zu betreuen, sagt Maaßen.

Der Trickbetrug bei der 97-jährigen Dattelnerin ist erst einen Tag später aufgefallen, als sie bemerkt hatte, dass Schmuck sowie Portemonnaie fehlten. Die Polizei warnt immer wieder vor den neuen Maschen der Betrüger, die sich auch schon als falsche Polizisten, Handwerker oder Mitarbeiter von Telefon- und Internetanbietern ausgegeben haben.

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