Fahnenaktion

Fahne als Zeichen gegen Diskriminierung

Mit einer Fahnenaktion wollen Bürgermeister André Dora sowie die Geistlichen Heinrich Plaßmann und Susanne Kuckshoff am Montag ein Zeichen der Toleranz setzen.
Bürgermeister André Dora wird am Montag am Rathaus die Regenbogenfahne hissen. © Stadt Datteln

Am „Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie“ am kommenden Montag wird um 11 Uhr die Regenbogenfahne vor dem Rathaus gehisst: als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz sowie der Vielfalt von Lebensformen. Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Datteln hat sich im März einstimmig für das Hissen der Fahne ausgesprochen.

Grundrecht aller Menschen

„Niemand sollte für seine sexuelle Orientierung diskriminiert werden“, sagt Bürgermeister André Dora. „Leider ist das noch nicht immer und auch nicht überall selbstverständlich, dabei ist es ein Grundrecht aller Menschen.“

Pfarrer Heinrich Plaßmann ergänzt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar: Es ist ermutigend, dass es unserer Gesellschaft auf dieser Basis immer wieder gelingt, alte Ressentiments zu überwinden, wenn auch langsam und manchmal zu langsam. Solche Entwicklungen sind aber keine Selbstläufer“.

„Jeder Mensch“, sagt Pfarrerin Susanne Kuckshoff, „sollte von der Gesellschaft und im Raum der Kirche mit seiner Geschlechteridentität oder Liebes- und Lebensform respektiert und akzeptiert werden.“

Der „Internationale Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie“ wird seit 2005 jährlich am 17. Mai als Aktionstag von Homosexuellen, später auch von Trans-, Bi- und Intersexuellen begangen, um auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen. Das Datum soll an den 17. Mai 1990 erinnern, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen.

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