Pilotprojekt

„Die Partei“ setzt sich in Datteln für Pfandflaschen-Sammler ein

Pfandflaschen landen oft im Müll anstatt im vorgesehenen Automaten. „Die Partei“ hatte nun mit einem Antrag Erfolg, zahlreichen Pfandflaschen-Sammlern ihre Arbeit zu erleichtern.
Werden auf Antrag der Partei „Die Partei“ nun auch in Datteln installiert: Pfandringe an Mülleimern. © picture alliance / dpa

Überall gebe es Pfandflaschen zu kaufen, argumentiert „Die Partei“-Ratsvertreter Markus von Gilardi in seinem Antrag, der nun vom zuständigen Betriebsausschuss auf den Weg gebracht wurde.

Da viele Menschen aufgrund des geringen Pfandwertes ihre Flaschen aber nach Nutzung im Müll entsorgen, statt sie zum Automaten zu bringen, fallen die Flaschen aus dem Recycling-Kreislauf heraus und landen in der Müllverbrennung.

Pfandflaschen-Sammler, die aus verschiedensten Gründen ein Zubrot mit den Plastik-, Glasflaschen oder Dosen verdienen würden, müssten dafür dann in die jeweiligen Mülleimer greifen, wo sie auch auf Scherben, Spritzen oder Hundekot stoßen würden.

„Die Partei“: Pfandringe lösen gleich mehrere Probleme

Oftmals werde mittlerweile schon Rücksicht darauf genommen, indem Passanten ihre Flaschen neben oder auf die Mülleimer stellten. Bei Glasflaschen führe dies aber auch leicht zu Scherben auf den Geh- oder Radwegen. Aus der Sicht von Markus von Gilardi lässt sich dies mit Pfandringen einfach vermeiden.

Das sah nach einer Diskussion auch der Großteil des Betriebsausschusses so und stimmte dem „Partei“-Antrag zu. An fünf Stellen, die vom Kommunalen Servicebetrieb Datteln (KSD) bestimmt werden, werden nun über zwei Jahre solche Pfandringe im Bereich Kanal und Innenstadt installiert – als Pilotprojekt. Dann soll bewertet werden, ob die Pfandringe auch entsprechend genutzt werden. „Wir pfanden die Idee gut“, schreibt „Die Partei“ dazu auf ihren Social-Media-Kanälen.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt