Buchautor

Den Brexit gibt es auch in Westfalen

Buchautor Manfred Schloßer lässt sich durch nichts und niemanden beim Verfassen seiner literarischen Werke ausbremsen.
Buchautor Manfred Schloßer besuchte mit seinem neusten Krimi „Brexit in Westfalen“ Buchhändler Wolfgang Tänzer (re.) und gab dem einen spannenden Einblick in seine frisch gedruckten 148 Seiten. © Bialas

Hoch motiviert sammelt er täglich Inspirationen aus seinem direkten Umfeld und lässt die Finger über die Tastatur seines Rechners fliegen. Seit 2007 bringt er nach dem Druck einmal im Jahr sein neustes Buch pünktlich in den Bücherwurm. Buchhändler Wolfgang Tänzer nimmt sich dann gerne die Zeit für ein kleines Pläuschchen mit dem ehemaligen Dattelner. Das passiert jetzt auch bei der Übergabe des 14. Werkes.

Schloßer erkämpft sich einen Platz durch die vielen Schulbuchbesteller und winkt fröhlich mit seinem neuen Krimi „Brexit in Westfalen“. Tänzer krault sich in bewährter Manier seinen Bart und blickt mit großen Augen über seinen Brillenrand, der Titel erstaunt ihn. Er weiß, dass das Vereinigte Königreich zum 1. Februar 2020 offiziell aus der Europäischen Union ausgetreten ist, ein Brexit Westfalens ist ihm neu.

„Wie das?“, lautet seine kurze Frage. Schloßer ist natürlich bestens vorbereitet und setzt zu einer Zusammenfassung der 148 Seiten an. Nach einem Fußballballbuch und einem Buch über Reise-Erinnerungen war es für ihn allerhöchste Eisenbahn, seinen Lieblingsprotagonisten Kommissar Danny Kowalski wieder auf die Seiten zu bringen. Der klärt jetzt mit seiner eigenwilligen Kollegin Fanny Bevenbreucker ein weiteres Verbrechen auf, das erneut seinen Ursprung in Schloßers Wohnort Hagen findet. Es dreht sich um einen ungeklärten Fall, der auch Verbindungen nach Datteln schafft.

Vorgeschichte zieht sich durch halb Europa

„Ich präsentiere wieder eine Story aus dem Genre True Crime“, gibt Schloßer die Richtung vor. „Aha“, sagt Tänzer und wartet gespannte auf die Erklärung. In der Fiktion seines Romans startet der Autor mit einer Vorgeschichte, die sich quer durch halb Europa zieht. Ausgehend von der irischen Volksgruppe „Traveller“ verläuft der Spannungsbogen von Irland über Wales, England, Belgien, Niederlande bis nach Westfalen und beinhaltet eine Schlägerei in Datteln.

Schloßer ist weiterhin humoristisch, augenzwinkernd und mit vielen eigenen Anmerkungen auf seinen Seiten unterwegs. Wenn er auch seit geraumer Zeit in Hagen lebt, führen ihn familiäre und freundschaftliche Bande regelmäßig in die Kanalstadt. Die Fans seiner Bücher freuen sich über den „Bringservice“. Sie lesen sich mit Spannung durch das jeweilige Werk, bis jeder „sein“ Datteln entdeckt und über die fantasievollen Verbindungen Schloßers staunt.

In diesem Werk lässt der Autor keine Aktualität aus und würzt das Geschehen zusätzlich mit jeder Menge Sex and Crime. Tänzer bedankt sich für die ganz persönliche Bucheinführung. Und er weiß, es ist kein leeres Versprechen, mit welchem Schloßer sich verabschiedet: „Bis nächstes Jahr.“

Ein „Ruhri“ durch und durch

Manfred Schloßer, geboren 1951 in Selm, aufgewachsen in Datteln, wohnt seit 1980 in Hagen. Also ein „Ruhri“ durch und durch: Nach den Steinkohle-Städten Selm und Datteln wohnte er einmal in Meschede, im fernen Sauerland. Aber selbst dieser Ort liegt an der Ruhr. Danach folgten Wohnungen in der Ruhr-Metropole Dortmund und in seiner neuen Heimatstadt Hagen an der Ruhr. Er studierte Sozialwissenschaft an der Bochumer Ruhr-Universität, Sozialarbeit an der Hagener Fachhochschule, Sozialpädagogik an der Dortmunder FHS und machte drei Diplome. Zur Belohnung durfte er sein Geld als Leiter eines Abenteuerspielplatzes, eines Jugendzentrums und eines Jugendinformations-Zentrums verdienen und danach in einer Betreuungs-Behörde arbeiten. Mittlerweile im ‚Unruhestand‘, hat er noch viel mehr Zeit, seinen verschiedenen sportlichen Aktivitäten und natürlich seiner Leidenschaft fürs gedruckte Wort zu frönen. Mit dem Krimi ‚Brexit in Westfalen‘ (ISBN: 9783753452753, 8,00 €) erscheint 2021 bereits der vierzehnte Danny-Kowalski-Roman.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt