Flutkatastrophe

Dattelner organisiert Hilfsaktion mit schwerem Gerät

Als der Dattelner Daniel Berloger die Bilder aus den Flutgebieten sah, war ihm sofort klar: Hier musst du helfen. Mit schwerem Gerät hat er sich am Mittwoch nach Schleiden aufgemacht.
Der von Daniel Berloger organisierte Konvoi fährt unter anderem die Unmengen an Müll, der sich an den Straßen türmt, aus dem Krisengebiet Schleiden. © Privat

Aber nicht allein. Berloger ist Einzelkämpfer im Baugewerbe und hat zu mehreren Baufirmen im Kreis Kontakt aufgenommen. „Dort war sofort die Hilfsbereitschaft groß“, berichtet der Dattelner im Gespräch mit unserer Redaktion. Und so machten sich um 5 Uhr zwei Bagger, drei Containerfahrzeuge und drei Sattelzüge mit Kipper der Firmen Köster (Haltern), Borema (Castrop-Rauxel), Prümer (Lünen) und Tac (Recklinghausen) für drei Tage auf ins Krisengebiet.

Daniel Berloger hatte zuvor Kontakt zum Krisenstab in Schleiden aufgenommen, um abzuklären, was vor Ort gebraucht wird. Er selbst hat die Konvoi-Führung übernommen, war mittags aber schon wieder zurück auf seiner eigenen Baustelle in Duisburg.

Jede helfende Hand wird benötigt

„Das ist ein Wahnsinn“, schildert der Dattelner seine Eindrücke vor Ort. Das Ausmaß der Katastrophe könne man sich nicht vorstellen, auch wenn Schleiden im Vergleich zu anderen Regionen ein kleineres Krisengebiet sei. „Die Menschen dort sind sehr dankbar für die Hilfe. Jede helfende Hand wird benötigt.“ Die Fahrzeuge, die Daniel Berloger organisiert hat, werden bei Aufräumarbeiten in der Region eingesetzt und fahren die Unmengen von Sperrmüll, der an den Straßen liegt, zu Entsorgungsstationen. Und der Dattelner plant schon eine weitere Hilfsaktion, diesmal für Ahrweiler.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt