Heute vor zehn Jahren in Datteln Rockorchester stellte sich neu auf

Menschen mit Musikinstrumenten stehen und hocken vor einer Lagerhalle.
Mitglieder des Rockorchesters 45711 vor ihrem damaligen Proberaum, einer alten Werkshalle. © Bialas
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Aus „ALO“ wurde „45711“, berichtete unsere Zeitung vor zehn Jahren. Über 20 Musiker suchten damals einen Namen, ein Zuhause und eine neue musikalische Identität – und hatten es gefunden. 45711 heißt die Postleitzahl von Datteln und in der Folge auch das neu gegründete Dattelner Rockorchester. Die Musiker sprachen die Zahlen jedoch auf Englisch aus: „four, five, seven, eleven“. Sie alle stammten aus der Musikschule, waren einst Mitglieder des Rockorchesters „ALO“.

Alle wollten mehr

Alle waren der Meinung: „Wir sind keine Schüler mehr, wir sind erwachsen geworden.“ Und alle wollten mehr: mehr Proben, mehr Eigenverantwortung, mehr Auftritte. Ihr Leiter war Matthias Spaeth, einstiger Lehrer an der Musikschule. Er wollte das Rockorchester nach vorne bringen. Dienstagabends traf man sich in einer alten Werkshalle in Oer-Erkenschwick mit ganz speziellem rustikalen Ambiente, durchaus passend für die Entstehung eines Rockorchesters. Den Raum hatten die Musiker preiswert angemietet. Der Probenraum wirkte wie eine alte einstige Partyhöhle im elterlichen Keller: Schummerlicht, bunte Leuchtschläuche und eine Diskokugel an der Decke.

Den ersten Auftritt vor großem Publikum stand damals auch bevor: beim Dattelner Mai.

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